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Nationalhymne ins Grundgesetz festschreiben?

Marktumfrage Nationalhymne ins Grundgesetz festschreiben?

Kommende Woche beginnt der Bundesparteitag der CDU. Deren Jugendorganisation, die Junge Union, fordert nun, die Nationalhymne „Das Lied der Deutschen“ von Fallersleben und der Musik nach Haydn im Grundgesetz zu verankern. Politiker der Region zeigen sich darüber uneins.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. „Die Melodie ist großartig, spiele ich gern auf der Flöte oder dem Klavier“, sagt Viola von Cramon-Taubadel (Grüne). Eine Festschreibung ins Grundgesetz sieht die frühere Abgeordnete des Europäischen Parlaments und des Bundestage, die mehr deutsche Verantwortung, aber unter „Blau mit Sternen“ fordert.

An die Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten erinnert auch Arne Behre (SPD), Samtgemeindebürgermeister von Radolfshausen: „Die Nationalhymne gehört ganz klar zu Deutschland. Ich finde das gut, aber das Lied ist auch belastet durch den Missbrauch der ersten Strophe.“ Bei Festen und Länderspielen solle man sie gerne spielen und mitsingen, aber auch nicht allzu hoch hängen.

Wolfgang Feike, Vorsitzender der Duderstädter FDP, bringt auch rechtliche Fragen ins Spiel: „75 Prozent der Abgeordneten müssten im Bundestag für eine Grundgesetzänderung stimmen, also ein Riesenaufwand.“ Zuvor sollte in den einzelnen Parteien nachgefragt werden, ob diese Hürde überhaupt erreichbar sei. Andererseits sei es auch ein Signal: „Wenn man eine Hymne hat, ist das doch eine Selbstverständlichkeit, sie auch zu spielen!“ Erst recht, wenn man wisse, wovon sie handle: von Einigkeit und Recht und Freiheit.

Für Stefan Stollberg, Ortsbürgermeister von Immingerode, braucht es keine Festschreibung der Hymne ins Grundgesetz. „Dort stehen wichtige Werte und Freiheiten unseres Landes“, so der Christdemokrat, „das reicht eigentlich aus.“
Am, für ihn wichtigen „Herzblut Deutschland“ fehle nicht die Festsetzung der Hymne, sagt Theodor Sommer (Freie Wähler). Für das Gefühl, Deutscher zu sein, brauche das moderne Deutschland von heute dies nicht mehr. Wichtiger ist dem Gieboldehäuser, dass das Leben und Miteinander vor Ort selbst besser gestaltet werden müsse.

Von Gunnar Müller

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