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Ferien bei der Heinz Sielmann Stiftung

Platzhirsche und Bauernkinder Ferien bei der Heinz Sielmann Stiftung

Ein besseres Verständnis von Natur haben die Pädagogen der Heinz Sielmann Stiftung 19 Kindern von Ottobock-Mitarbeitern während der Ferienbetreuung des Unternehmens vermittelt. Nach einer Wildniswoche stand bäuerliches Leben auf dem Schulbauernhof auf dem Programm.

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Kinder von Ottobock-Mitarbeitern erleben Natur in der Heinz-Sielmann-Stiftung.

Quelle: rf

Duderstadt. Einmal als Hirsch durch den Wald ziehen. Das ist nur eines der Abenteuer, welches die Kinder in Wildniswoche erlebt haben. „Was ist Wildnis?“, fragt Umweltbildner und Biologe Rómulo Aramayo Schenk, der sich mit Fiona Slotta und Alina Ohnesorge, Absolventinnen eines Freiwilligen Ökologischen Jahres, um ein abwechslungsreiches Programm kümmert. „Wir wollen die Antwort mit den Kindern erfahren.“ Dazu erleben sie zum Beispiel an einem Tag den Jahresverlauf für einen Rothirsch. „Nicht, indem wir uns irgendwo die Tiere anschauen, sondern es selbst nachspielen“, so der Umweltbildner. Dazu müssten die Kinder zunächst einmal „Strecke machen“. Eine Geweihstaffel verdeutlicht, dass Hirsche eigentlich gar keine Wald-, sondern Steppentiere sind. „Es ist gar nicht so einfach mit einem Riesengeweih zwischen den Bäumen zu laufen“, so Aramayo Schenk.  Der Mensch habe den Hirschen zu einem Waldtier gemacht, weil er ihm an anderer Stelle keinen Platz ließ. Die Kinder ermitteln aber auch mit Rangkämpfen einen Platzhirsch.

Abläufe kennenlernen

Ähnlich spannend ergeht es den Kindern in der Bauernwoche. Auch hier steht das Kennenlernen durch eigenes Erleben im Mittelpunkt, wie Gerhard Schlie, der diese Woche gemeinsam mit der Umweltpädagogin Christine Schlie betreut, erklärt. So dürfen die Kinder mit einer Sense selbst für den Grünschnitt für die Tiere sorgen. Sie schaffen es, einen kleinen Anhänger zu füllen. „Wenn sie dann sehen, wie schnell die Tiere das Futter verzehrt haben, geraten sie ins Grübeln“, berichtet Schlie. „Und wenn sie hören, dass sie 20 dieser Anhänger anliefern müssten, bekommen sie ein Gefühl für die Abläufe.“ Vor dem Grünschnitt haben sie aber zunächst ein Seil gefertigt, um diesen auf dem Wagen festzubinden. Abgebrochene Zacken am Holzrechen werden hinterher repariert. Auch Wolle wird gesponnen. Dazwischen gibt es kleine Ablenkungen wie das Schnitzen einer Weidenpfeife. „Das macht Spaß“, sagt der siebenjährige Lennard, „auch wenn es manchmal nicht auf Anhieb geklappt hat.“

Spaß beim Ausmisten

„Wir bieten die Ferienbetreuung jetzt im fünften Jahrgang an“, erzählt Ottobock-Projektmanagerin Maren Harloff. In den ersten beiden Jahren habe es nur ein einwöchiges Betreuungsangebot für die Oster- und Herbstferien gegeben. Seit 2015 können Kinder von Mitarbeitern auch zwei Wochen in den Sommerferien auf den Schulbauernhof kommen. „Ich finde alles super hier“, sagt der elfjährige David, der schon einige Male dabei war. Er bezeichnet sich als Naturfreund, der gern an der frischen Luft ist. Und die Erlebnisse prägen sich ein. Später denke er häufiger noch daran. Ähnlich sieht es der 13-jährige Erik, der zum dritten Mal teilnimmt. „Wir sind den ganzen Tag draußen und haben Spaß“, erklärt er. Die achtjährigen Mädchen Luisa und Annina erklären, dass sie vor allem beim Schnitzen als auch beim Ausmisten des Stalls Spaß gehabt hätten.

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