Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Naturfreunde besichtigen Kelterei im Eichsfeld

„Genussfahrt“ Naturfreunde besichtigen Kelterei im Eichsfeld

Eine „Genussfahrt“ haben Mitglieder der Kreisgruppe Göttingen des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ins Eichsfeld unternommen. Ziel war am Sonnabend  die Bernshäuser  Natursaftkelterei Ott.

Voriger Artikel
„Besuch hat das Selbstbewusstsein verändert“
Nächster Artikel
Ludwig-Erhard-Straße wird zur Fußgängerzone

In der Kelterei: Lothar Ott (links) zeigt, wie in Bernhausen Saft hergestellt wird.

Quelle: Walliser

Bernshausen. In einer Führung haben sich die Naturfreunde einen Eindruck verschafft, wie aus dem Obst Saft  gewonnen wird.

Fachleute für Saft-Herstellung sind Lothar und Angela Ott sowie ihre Söhne Tobias und Marco. Zahlreiche Lieferanten aus der Region bringen momentan ihre Äpfel nach Bernshausen. Hier hat Familie Ott alle Hände voll zu tun, daraus den gesunden Durstlöscher zu produzieren und ihn in Flaschen abzufüllen.

„Hier kommen die Äpfel aus dem Bunker in die Wäsche“, beschreibt Lothar Ott den ersten Weg des Obstes aus ihrer Lagerstätte. Sie folgen der Schwerkraft und werden von Schmutz befreit. Der nächste Schritt geht nun aber wieder der Schwerkraft entgegen: Eine Förderschnecke transportiert das gewaschene Streuobst hinauf in die Mühle.

Die zerkleinert das nun mehr saubere Kernobst zu Maische.Doch in dieser Maische vergährt nichts. Es soll ja Saft daraus werden und kein Apfelwein. Daher wird sie sofort weiterverarbeitet

Eine metallene Rohrleitung führt die Maische unmittelbar zur nächsten Station, der Bandbresse. Hier wird die Maische kalt gepresst, also der Saft herausgequetscht. Die Wege von Saft und dem ausgepressten Material, dem so genannten Apfeltrester, trennen sich.  Während der Trester per Förderband nach draußen befördert wird, läuft der Saft zu einem großen Tank. Vorher läuft er noch durch ein vibrierendes Feinsieb. Es filtert kleinere Fruchtreste aus dem Saft. Es wird mechanisch zur Vibration gebracht, damit die Fruchtreste es nicht verstopfen.

Auch der Tank ist noch nicht die Endstation des Saftes. Nach der Zwischenlagerung im Tank wird der Apfelsaft nämlich in Flaschen abgefüllt. Vorher wird er noch in einer Art Durchlauferhitzer kurz auf 89 Grad Celsius erhitzt. Somit werden Keime im Saft abgetötet, das Getränk wird somit haltbar gemacht. Noch warm, kommt er in die Flaschen. Der Führung durch die Kelterei folgen Kaffee und Kuchen – Apfelkuchen, versteht sich.

mm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Feuerwehrübung in Krebeck

©Richter