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Nesselröder Pfingstturnier hat starke Unterstützung im Dorf

Zusammenhalt als Basis Nesselröder Pfingstturnier hat starke Unterstützung im Dorf

Im Februar 1985 hatte der Reitverein St. Georg zu Pfingsten sein erstes Turnier ausgerichtet – drei Monate nach seiner Gründung. Was vor 30 Jahren als kleine Sportveranstaltung auf einer grünen Wiese begonnen hatte, ist inzwischen zu einem der größten Reitsportevents in Südniedersachsen mit Volksfestcharakter  angewachsen.

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Großveranstaltung Nesselröder Pfingstturnier hat starke Unterstützung im Dorf.

Quelle: Schauenberg

Nesselröden. Dass ein kleines Dorf mit rund 2000 Einwohnern eine solche organisatorische und logistische Herausforderung überhaupt stemmen kann, liege vor allem am Zusammenhalt der Nesselröder, sagt Arnold Rittmeier als Vorsitzender des Reitvereins.

„Angefangen haben wir 1985 mit einem Reitertag am Pfingstsonntag. Damals war schon das DRK ehrenamtlich dabei“, erinnert sich Rittmeier. Heute gebe es für das Deutsche Rote Kreuz auf der inzwischen dreitägigen Großveranstaltung mit 1400 Starts und mehreren Tausend Zuschauern festgeschriebene Auflagen, bestätigt Lothar Schenke, der nicht nur als DRK- Mitglied, sondern auch als Vertreter für die Schützenbruderschaft Nesselröden alljährlich am Pfingstturnier beteiligt ist.

So wie die Veranstaltung mit jedem Jahr gewachsen sei, so sei auch die Unterstützung aus dem Dorf immer wichtiger geworden, sagt Rittmeier und zählt neben dem DRK, den Schützen, der Freiwilligen Feuerwehr und der Beachvolleyballsparte des TSV auch die zahlreichen Dorfbewohner auf, die beim Turnier helfen. Die Mitglieder der Vereine teilen sich die Dienste beim Catering, an der Kasse und auf den Parkplätzen.

Die Nesselröder Frauen backen um die Wette, um das Kuchenbuffet für drei Tage aufzufüllen. Dieser Zusammenhalt sei auch der Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Nesselröder Verbände und Vereine anlässlich der 750-Jahr-Feier im Jahr 1977 zu verdanken. Hier werden die Termine im Dorf abgestimmt, so dass es keine Überschneidungen gebe und genügend Helfer für Veranstaltungen vor Ort seien. Allein zum Pfingstturnier würden täglich 40 Helfer rund um die Uhr eingeteilt sein, sagt Rittmeier.

„Der Reitverein hat mit der Dienst-Planung für die Helfer gar nichts mehr zu tun, das läuft von selbst“, beschreibt der Vorsitzende die Routine. „Jede Gruppe hat seit Jahren ihre festen Zeiten und Plätze“, bestätigt Bianca Leineweber als Leiterin der Beachvolleyballsparte. Die Hilfe sei allerdings gegenseitig, denn die Beachvolleyballer dürfen für ihr großes Turnier im Juli den 2001 angelegten Profi-Sandreitplatz des Reitvereins nutzen.

„Da passen neun Volleyballfelder nebeneinander“, schwärmt Leineweber für das Beach-Feeling in Nesselröden. Auch die Country-Freunde hätten oftmals für ihre Tanz-Veranstaltungen die Reithalle genutzt und dafür beim Turnier geholfen.

Dass die Hilfe manchmal über den eingeteilten Dienst hinausgehen muss, hat schon Ortsbrandmeister Frank Hellmold festgestellt: „Im Jahr 1999 ist der Turnierplatz nach Regenfällen völlig abgesoffen. Wir mussten das Wasser abpumpen, damit das Turnier stattfinden konnte“, erinnert er sich. Heute sei die Feuerwehr vor allem bei der Parkplatzeinweisung behilflich. „Bei allein 600 Fahrzeugen mit Pferdeanhängern geht sonst nichts mehr“, weiß Hellmold.

Von Claudia Nachtwey

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