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Nesselröder prozessieren zum Hagelkreuz

Seit 297 Jahren Nesselröder prozessieren zum Hagelkreuz

Vor beinahe 300 Jahren haben die Nesselröder Gott ein Versprechen gegeben, damit er sie vor Unwetter schütze. Seit 1719 prozessieren sie nun von der St.-Georg-Kirche zum Hagelkreuz oberhalb des Ortes. Mehr als 150 Nesselöder folgten am Sonntag dem Kreuz auf dem beschwerlichen Weg.

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Nesselröder prozessieren seit 297 Jahren zum Hagelkreuz.

Quelle: Müller

Nesselröden. Das Kreuz voran, zogen sie an grünen Wiesen, blühend gelben Rapsfeldern und tierischen Betrachtern aus dem Ort hinaus in die Flur. Rosenkranzgebete, Gesänge und besinnliche Worte von Diakon Gerhard Blank begleiteten die Gläubigen auf dem rund drei Kilometer langen Weg; das steilste Stück der Prozession war eine Strecke des Schweigens.

Gelöbnis nach Unwetter von 1718

Beim Hagelkreuz warteten weitere, mit dem Auto angereiste Nesselröder, die den Weg zwar nicht mehr gehen konnten, aber der Andacht Blanks zuhören wollten. „Wir sind hier“, sagte der Diakon, „um ein Versprechen einzuhalten.“ Das Hagelkreuz und die Prozession, die Hagelschlag, Überschwemmungen und Unwetter im Jahr 1718 das Dorf zu diesem Gelöbnis veranlasste, ist ein weithin sichtbares Zeichen. Zugleich aber bietet sich von hier ein beeindruckender Blick auf Nesselröden, auf den Harz und das Ohmgebirge.

Katholiken aus Nesselröden sind sich sicher

Bislang, so Pfarrgemeinderatsvorsitzende Jutta Becker, sei dieser Teil des Eichsfeldes stets von Unwettern größtenteils verschont geblieben. Und das, sind sich die Nesselröder Katholiken sicher, auch wegen des 297 Jahre alten Gelöbnisses.

Von Gunnar Müller

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