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Neue Beleuchtung für die Basilika in Duderstadt

200 LED-Elemente Neue Beleuchtung für die Basilika in Duderstadt

Die Tage der Pendelleuchten mit Energiesparbirnen in der St.-Cyriakus-Kirche sind gezählt. 200 LED-Elemente und ein neuer Anstrich sollen ab kommendem Jahr dafür sorgen, dass die Duderstädter Oberkirche ins rechte Licht gerückt wird. Dafür werden rund 450 000 Euro investiert.

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Duderstadt. Das Bistum Hildesheim, das 235 000 Euro beisteuert, hatte einen Lichtplanungswettbewerb für die künftige Basilika ausgelobt, den Lichtberater Michael Feller aus Hannover gewonnen hat.Unterstützt wird die Umsetzung, die Mitte 2016 beginnen soll, vom Duderstädter Architekten Michael Schmutzer. Damit die neue Beleuchtung ihre volle Strahlkraft entfalten kann, sollen die angestaubten Natursteinwände im Inneren der Kirche einen mineralischen Kalkanstrich bekommen – sandsteinfarben mit gebrochenen Weißtönen zum Akzentuieren einzelner Architekturteile.

Bislang erscheint die Oberkirche manchem Kirchgänger düster wie ein Sarg, die Gotteslob-Texte sind kaum lesbar, die Heiligenfiguren gehen optisch unter, die Pendelleuchten stören den Blick und bringen nur 30 Prozent Lichtausbeute. „Das soll sich ändern“, sagt Propst Bernd Galluschke: „Die Kirche soll heller und freundlicher, ein Wohlfühlraum für die Gemeinde werden.“ Anders als beim temporären Einsatz farbiger Scheinwerfer, die das Gotteshaus bei Konzerten und beim kontemplativen „Lightfever“ stimmungsvoll illuminieren, gehe es um eine dauerhafte Verbesserung der Kirchenausleuchtung. „Die Welt ist bunt genug“, merkt Feller an. Als Nebeneffekt der LED-Umstellung werden aber die Kirchenfenster farbige Außenwirkung entfalten.

Farbig ausgeleuchtet werden kann auch der Chorraum, ein Gobo-Projektor ermöglicht Botschaften und Bilder – vom blauen Firmament mit Wolken bis zum Sternenhimmel. Die neuen Beleuchtungskörper, die gedimmt und in einzelne Lichtszenen aufgeteilt werden können, sollen dezent an Säulenkapitellen und anderen Stellen angebracht werden, flächendeckend das bislang unbeleuchtete Gewölbe ebenso wie singulär die Kunstobjekte  anstrahlen. „Es kommt auf das Licht, nicht das Lampendesign an“, sagt Feller.

Im Kirchenvorstand ist eine neue Beleuchtung schon seit Jahren Thema, wurde wegen anderer Kirchenprojekte und der rasanten Entwicklung auf dem Lichttechnik-Markt immer wieder auf die lange Kirchenbank geschoben. Die Finanzierungslücke könne durch Rücklagen, Spenden und Sponsoren geschlossen werden, ist sich der stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Alfons Merten sicher: „Wir kriegen das Geld zusammen.“

St. Cyriakus im Wandel

Durch mehrere Projekte ist die St.-Cyriakus-Kirche im vergangenen Jahrzehnt aufgewertet worden. Der Restaurierung der Creutzburg-Orgel folgten die Segnung der Ökumeneglocke durch den Papst bei seinem Besuch im Eichsfeld, die Komplettierung des Stadtgeläutes und eine neue Altarinsel.

Das neue Beleuchtungskonzept, das im kommenden Jahr realisiert werden soll, wird bei einer Informationsveranstaltung in der Kirche am Donnerstag, 17. September, um 19.30 Uhr vorgestellt. „Gemeindemitglieder haben die Möglichkeit, Fragen zu den Lichtinstallationen und zum neuen Innenanstrich zu stellen“, sagt Propst Bernd Galluschke.

Am Sonnabend, 3. Oktober, wird die Oberkirche dann von Rom „befördert“, Bischof Norbert Trelle wird den Festgottesdienst um 17 Uhr zelebrieren. Das gotische Gotteshaus  bekommt von Papst Franziskus als dritte Kirche im Bistum den Ehrentitel „basilica minor“ verliehen, mit dem die Päpste seit dem 18. Jahrhundert bedeutende Kirchengebäude würdigen.

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©Richter