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Neue Fahrzeuge für Duderstädter Wehr

Investion von 180000 Neue Fahrzeuge für Duderstädter Wehr

Die Schwerpunktfeuerwehr der Stadt Duderstadt bekommt noch in diesem Jahr einen neuen Mannschaftstransportwagen (MTW) und einen Gerätewagen (GW).

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Zu wenig Platz: Die Feuerwache am Schützenring müsste dringend erweitert werden.

Quelle: Mischke

Logistik für insgesamt rund 180000 Euro – vorausgesetzt der städtische Haushalt wird genehmigt. Mit dieser Mitteilung lüftete Stadtbrandmeister Stefan Schindler bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Duderstadt am vergangenen Freitag im Gerätehaus am Schützenring ein Geheimnis, das Ortsbrandmeister Thorsten Krone und Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) angesichts der angespannten Finanzlage der Stadt noch gehütet hatten.

Mit 168 Brand- und Rettungseinsätzen sowie 30 Ölalarmen seien jetzt „ganz normale Zahlen“ erreicht worden, zog Nolte Bilanz für 2010 und erinnerte noch einmal an die turbulenten vergangenen Jahre der Wehr: „Diese Probleme haben wir bewältigt. Diejenigen, die jetzt Verantwortung tragen, arbeiten vorbildlich.“ Eine Absage erteilt Nolte allerdings der zuvor von Ortsbandmeister Thorsten Krone eindringlich formulierten Bitte nach Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses am Schützenring. Mit Blick auf die leere Stadtkasse hätten die Projekte Vorrang, bei denen Duderstadt auf eine hohe Bezuschussung oder Mittel aus dem Konjunkturpaket setzen könne. Dabei stellte der Bürgermeister die Notwendigkeit der Erweiterung nicht in Frage und wies auf die geplante Inspektion aller Feuerwehrgerätehaus im Bereich der Stadt hin.

„Zwei Standorte in der Stadt sind nicht akzeptabel“ hatte Krone in seinem Jahresbericht noch einmal unterstrichen, zumal der zweite Standort hinter dem Stadthaus nicht nur organisatorische Probleme mit sich bringe, sondern auch erhebliche bauliche Mängel aufweise. Als zweites drängendes internes Problem nannte Krone den Mitgliedermangel. Dazu komme, dass immer mehr Brandschützer Arbeitsstellen außerhalb der Region annehmen müssten oder von ihren Arbeitgebern nicht mehr in bislang gewohntem Maß für Einsätze freigestellt würden: „Diese Kräfte fehlen uns bei Einsätzen. Wenn die Entwicklung so weitergeht, werden wir nicht originäre Aufgaben wie die Beseitigung von Ölspuren oder Tierrettung nicht mehr übernehmen können.“ Eine weitere nicht zu schließende Lücke sei der Wegfall der beiden Stellen in der Duderstädter Feuerwache. In diesem Zusammenhang wies Krone auf den Feuerwehr-Förderverein hin. Durch eine Mitgliedschaft könne jeder Bürger die Wehr unterstützen. „Zumindest jeder Hausbesitzer sollte einmal darüber nachdenken – quasi als kostengünstige Versicherung für sein Heim“, warb Krone humorvoll.

Positiv wertet Krone die Zusammenarbeit mit anderen Rettungs- und Hilfsorganisationen, wie Technisches Hilfswerk, Rotes Kreuz, Polizei und Werksfeuerwehr Otto Bock: „Durch gemeinsame Übungen haben wir das Miteinander gelernt.“

Inspektion im März

Auf mehr als eine Million Euro werden die Kosten geschätzt, sollten Duderstadts Feuerwehrgerätehäuser stadtweit saniert und modernisiert werden. Das wurde bei den Haushaltsberatungen des Stadtrats deutlich. Geld, das die Stadt nicht hat.
75 000 Euro wurden mit dem aktuellen Etat für den Posten eingeplant. Ein Antrag der SPD, diesen Ansatz auf 250 000 Euro zu erhöhen, wurde von der Ratsmehrheit mit Hinweis auf die prekäre Haushaltslage abgelehnt. Verbunden wurde diese Ablehnung bereits im Finanzausschuss mit dem Hinweis, es sei eine Bereisung der Gerätehäuser in allen Ortsteilen geplant. Dabei solle von Bauausschuss, Verwaltung, Ortsräten und Feuerwehr der Zustand der Gebäude gemeinsam erfasst und der tatsächliche Finanzbedarf für notwendige Baumaßnahmen ermittelt werden. In der Ratssitzung gab Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) dann den Termin für die Bereisung bekannt: Für den 11. und 12. März ist die Inspektionstour durch die Gerätehäuser geplant. (lo)

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Jahreshauptversammlung der Schwerpunktfeuerwehr

Thorsten Krone führt auch in den kommenden sechs Jahren die Schwerpunktfeuerwehr Duderstadt. Wie auch sein Stellvertreter Michael Roeßing wurde der bisherige Ortsbrandmeister, der nach sechs Jahren am vergangenen Freitag zum zweiten Mal antrat, in geheimer Wahl in seiner Funktion bestätigt. Weitere Themen standen auf dem Programm der Jahreshauptversammlung.

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©Richter