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Neue Leitung in sprachtherapeutischer Praxis Duderstadt

Besondere Verantwortung Neue Leitung in sprachtherapeutischer Praxis Duderstadt

Stabwechsel nach 25-jähriger selbstständiger Tätigkeit in der ambulanten Sprachtherapie: Cäcilia Steinmetz-Reimann zieht aus familiären Gründen nach München und übergibt ihre Praxis zum Jahresende an ihre Mitarbeiterin Anna Hackenfort-Leineweber, die seit knapp zwei Jahren hier tätig ist. „Die Arbeit der Praxis wird mit den bisherigen Schwerpunkten fortgeführt, das sechsköpfige Team bleibt“, kündigt die Gieboldehäuserin an.

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Spielerische Sprachförderung: Cäcilia Steinmetz-Reimann (l.) und Anna Hackenfort-Leineweber.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Hackenfort-Leineweber hat auf der staatlichen Berufsfachschule für Logopädie in Erlangen ihre Ausbildung absolviert.

Danach arbeitete sie in Bonn im Bereich der Frühförderung für Kinder von der Geburt bis zum Alter von sechs Jahren. Die Eichsfelderin spezialisierte sich auf die Behandlung von neurologischen Störungsbildern, besonders auf Schluckstörungen. Sie hat die notwendigen Kenntnisse erworben, um Menschen mit Luftröhrenschnitt zu versorgen, die im Alltag mit einer Kanüle leben.

Hierfür war sie an Kliniken und Pflegeheimen im Raum Köln und Bonn tätig. Sie erweiterte ihre Fachkompetenz durch einen Bachelor-Abschluss an der Universität Aachen, derzeit absolviert die 28-Jährige ein berufsbegleitendes Masterstudium in Hildesheim.

Nach dem Bachelor-Abschluss entschied sie sich mit ihrem Mann zur Rückkehr ins Eichsfeld, „weil es zu Hause am schönsten ist“. Kontakt zu Steinmetz-Reimann bestand bereits, da sie sowohl ein Praktikum bei der Diplom-Pädagogin und medizinischen Sprachheilpädagogin als auch ein Ausbildungspraktikum bei deren Tochter in Erlangen absolvierte, die in der fränkischen Stadt ebenfalls eine logopädische Ausbildung abgeschlossen hat und an einer Klinik tätig ist.

„Wir haben den Eindruck, dass der Schweregrad der Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern zunimmt“, so Steinmetz-Reimann. Der medizinische Fortschritt führt nach Worten der gebürtigen Rhumspringerin dazu, das Schluckstörungen immer früher diagnostiziert werden. Bei deren Behandlung habe sich die Logopädie als eigene Disziplin kontinuierlich weiter etabliert, erläutert die 52-jährige Eichsfelderin.

„Ein Großteil der Patienten, die ich hier betreue, sind neurologische Patienten, ich kann hier meinen Schwerpunkt leben“, freut sich ihre Nachfolgerin auf die Herausforderung. Schlucken sei das „einzige Störungsbild, bei dem man ganz genau wissen muss, wie die Anatomie ist und wie Diagnostik gemacht werden muss, ansonsten ist es lebensgefährlich“, beschreibt Hackenfort-Leineweber die besondere Verantwortung. Die Behandlung von Sprech- und Stimmstörungen bleiben als weitere Aufgabenschwerpunkte der Praxis erhalten.

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©Richter