Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Neue Struktur für Physiotherapie in St. Martini Duderstadt

Ambulanz an Privatpraxis abgegeben Neue Struktur für Physiotherapie in St. Martini Duderstadt

Die seit Jahrzehnten bestehende Physiotherapie im St.-Martini-Krankenhaus bleibt erhalten, wird aber aufgesplittet. Das Physiotherapie-Team des Krankenhauses kümmert sich künftig um stationäre Patienten, eine von Martina Hippe (51) geleitete Privatpraxis in den Räumen des Krankenhauses um ambulante Patienten.

Voriger Artikel
Ernennungs-Urkunden für Duderstädter Ortsbrandmeister
Nächster Artikel
Freibad in Seeburg wird freigegeben

Beschreiten neue Wege für die Physiotherapie: Markus Kohlstedde, Cárola Brun, Petra Behrend, Martina Hippe, Gisela Krebs (v.l.).

Quelle: Richter

Duderstadt. Mit dem neuen Partner tritt St.-Martini-Geschäftsführer Markus Kohlstedde Gerüchten entgegen, die ambulante Physiotherapie mit täglich bis zu 55 Patienten werde geschlossen.

Für Unruhe gesorgt hatte in der Übergangsphase ein Aushang, dass keine ambulanten Patienten mehr aufgenommen würden. In einem Schreiben an das Krankenhaus hat Tiftlingerodes Ortsbürgermeister Gerd Goebel (CDU) Sorgen des städtischen Behindertensprechers Willi Klingebiel, der seit 15 Jahren in St. Martini behandelt wird, aufgegriffen und scharfe Kritik geübt. Goebel mutmaßte hohe Kosten als Anlass für die vermeintliche Schließung der ambulanten Abteilung und warf der Krankenhausleitung vor, Marketing vom Allerfeinsten zu betreiben, aber Dienstleistungen einzustellen.

Dem ist jetzt Kohlstedde entgegengetreten und hat die neue Struktur mit Outsourcing der ambulanten Physiotherapie vorgestellt. Die habe nichts mit der Kostenfrage zu tun. Wegen des hohen Arbeitsaufkommens im stationären Bereich habe es an Kapazitäten für ambulante Patienten gemangelt. Das Team der Physikalischen Therapie sei mit stationären Patienten ausgelastet und werde weiterbeschäftigt, Hippe sei Wunschpartner der Krankenhaus-Mitarbeiter gewesen. „Ich habe Verständnis für die Sorgen insbesondere von Langzeitpatienten“, sagt Kohlstedde. Es gebe aber Supervision durch St. Martini, die vertrauten Behandler würden für Rücksprachen weiterhin zu Verfügungstehen: „Nach Gesprächen mit Patienten und Angestellten haben wir diesen für alle Beteiligten zufriedenstellenden Weg eingeschlagen.“

In Duderstadt betreibt die gebürtige Leinefelderin Martin Hippe bereits seit 2002 eine Physiotherapie-Praxis, erst auf der Spiegelbrücke, dann am Weinberg. Als eigenständige Unternehmensform kommt jetzt die Praxis in St. Martini mit einem festen Mitarbeiterstamm hinzu, der nach Bedarf ausgeweitet werden soll, die Rufnummer 84 21 27 bleibt bestehen. Der neue Standort sei Anlaufstation nicht nur für Krankenhaus-Patienten und biete den Vorteil der Vernetzung mit St. Martini, sagt Hippe. Zum Leistungsspektrum gehörten Krankengymnastik, Massage, Lymphdrainage, Wärme- und Kältetherapie, Physiotherapie nach Bobath, Psychomotorik und Behandlung von Kindern mit Kiss-Syndrom.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Herbstfest in Rhumspringe

©Richter