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Neue Wege im Radverkehrsnetz

Masterplan Neue Wege im Radverkehrsnetz

Erstmals haben sich Vertreter aus den Landkreisen Göttingen und Osterode während einer gemeinsamen Konferenz mit Fragen eines zukunftsfähigen Radverkehrsnetzes beschäftigt.

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Vortrag von Gutachter Ralf Kaulen (Aachen).

Quelle: Niklas Richter

Krebeck. Die Grundlage zur Entwicklung eines Masterplans bieten dabei fünf Gutachten.

Wie stellt sich das Netz aktuell dar? Welche Potenziale sollten entwickelt werden? An welchen Stellen lohnt es sich, über neue Wege nachzudenken, und wo wären Anknüpfungspunkte an den Öffentlichen Nahverkehr sinnvoll? Einen Tag lang haben sich am Montag Vertreter aus Politik und Verwaltung, Tourismus und Verkehr mit Themen wie diesen beschäftigt. Die Grundlage bildeten dabei Gutachten, die über das EU-Programm Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) erstellt und im Krebecker Bürgerhaus zur Diskussion gestellt worden waren.

„Die Fusion geht in die heiße Phase“, schilderte Landrat Bernhard Reuter (SPD) einen der Hintergründe für die erste gemeinsame Radverkehrskonferenz der Landkreise Göttingen und Osterode. Sie bilde den Auftakt für eine langfristige Planung einer Radverkehrsstrategie auf Grundlage dreier Schwerpunkte: Mobilität, Tourismus und Klimaschutz. Zudem stehe die Frage im Raum, wie mit schlanken Mitteln die größtmögliche Wirkung erzielt werden könne, erklärte Reuter. Er hob darauf ab, dass sich die Mobilität in den kommenden zehn Jahren voraussichtlich grundlegend verändern werde: Längst sei Radfahren nicht mehr nur eine Form der Freizeitgestaltung, sondern auch eine der Alltagsmobilität. Insbesondere die Elektromobilität habe dazu beigetragen.

Als Herausforderungen in diesem Handlungsfeld benannte Gero Geißlreiter, Erster Kreisrat im Landkreis Osterode (CDU), den demografischen Wandel, die Klimaveränderung sowie digitale und technische Fortschritte. „Fahrrad und Pedelec werden zu einer echten Alternative zum Auto. Die Verkehrsinfrastruktur muss darauf abgestimmt werden“, sagte er. Auch der wirtschaftliche Faktor durch den Radtourismus dürfe nicht vergessen werden.

„Wir sind mitten in der Entwicklung eines Masterplans“, schilderte die Göttinger Kreisumweltdezernentin Christel Wemheuer den Stand der Arbeiten. Alle Radwege seien abgefahren worden, um Routenpläne der bestehenden Wege in den beiden Landkreisen zugrunde legen zu können. Außerdem seien fünf Gutachten mit einem Volumen von rund 140 000 Euro in Auftrag gegeben worden. Die Ergebnisse bildeten die Diskussionsgrundlage zur Strategieentwicklung. „Spätestens 2017 kann es dann richtig losgehen“, kündigte Wemheuer an.

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©Richter