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Neue, bekannte Gesichter in Museum und Stadtarchiv

Fricke und Kästner Neue, bekannte Gesichter in Museum und Stadtarchiv

Als besonderes Zeichen, Heimatmuseum und Stadtarchiv zu würdigen, bezeichnete Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) am Dienstag die Vorstellung der neuen Verantwortlichen in beiden Institutionen.

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Hans-R. Fricke und Sandra Kästner (v.l.).

Quelle: EF

Duderstadt. Sandra Kästner wird mit einer Viertel Stelle für das Museum tätig sein, Hans-Reinhard Fricke Ansprechpartner im Stadtarchiv.

Sowohl bei Fricke als auch bei Kästner handelt es sich um den Eichsfeldern wohl bekannte Experten in ihren Tätigkeitsfeldern. Kästner (40) war vor ihrer Anstellung zum Jahresbeginn bereits als Honorarkraft für das Heimatmuseum zuständig. Nolte stellte die „waschechte Eichsfelderin“ als jemanden vor, der mit Verstand und Herz arbeite und dazu beitragen werde, „das Heimatmuseum in eine gute Zukunft zu führen“.

Kästner ist in Leinefelde geboren. Nachdem sie eine handwerkliche Ausbildung genossen hatte, ließ sie sich im Bereich Restaurierung weiterbilden. Ihr Abitur legte sie an der Abendschule in Heiligenstadt ab, bevor sie zum Studium nach Göttingen ging. Die Kunsthistorikerin und Museumspädagogin lebt seit 15 Jahren mit ihrer Familie in Duderstadt und bringt bereits Erfahrungen sowohl in der Forschung als auch in der Museumspädagogik mit. So ist sie seit beinahe fünf Jahren im Museumsverbund Südniedersachsen tätig, der jetzt im Landschaftsverband aufgegangen ist. Im Heimatmuseum habe sie bereits zur Steigerung der Attraktivität beigetragen, lobte Nolte.

Zukünftig werde dieses Engagement noch gesteigert, kündigte er an. Ein Wunsch sei, die „Sichtbarkeit“ des Museums zu erhöhen und noch im ersten Halbjahr die Beschilderung in der Innenstadt zu verbessern. Außerdem stehe die Sanierung des Museums als eines von zwei kommunalen Projekten im Zuge des Städtebauförderungsprogramms bevor.

Der 62-Jährige Fricke hat sich bereits Verdienste erarbeitet, indem er eine Reihe von Publikationen auch zur Stadtgeschichte veröffentlichte. Unter anderem gehörte er zu den Autoren des „Duderstädter Häuserbuchs“. Der Band enthält Aufsätze zur Geschichte der Häuser in Duderstadt und ihrer Bewohner zwischen 1397 und 1976. Dem 2007 erschienen Band liegt eine CD-Rom unter anderem mit Daten und Bildern bei.

Mit der digitalen Erschließung von Archivbeständen beschäftigt sich Fricke schon deutlich länger: 1996 leistete er Pionierarbeit, als sich die Stadtverwaltung zu einem Modellprojekt entschloss, das Fricke ausführte.

Fricke ist in Hannover geboren. Nach dem Abitur absolvierte er ein Lehramtsstudium in Geschichte und Sozialkunde. Nach einem Aufbaustudium sei er im Zuge einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme 1986 nach Duderstadt gelangt. Darin beschäftigte er sich mit Kardinal Kopp, anschließend habe er seinen Schwerpunkt auf die bauhistorische Untersuchung des Rathauses gelegt und zu Duderstadt zwischen 1929 und 1949 gearbeitet. Als Stadtarchivar wolle er sich um Inventarisierung und Digitalisierung kümmern, aber auch Gästen wieder ermöglichen, das Stadtarchiv aufzusuchen.

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©Richter