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Neuer Prinz entpuppt sich als echte Frohnatur

Karneval Neuer Prinz entpuppt sich als echte Frohnatur

Nicht nur seinen diesjährigen Büttenabend, sondern auch sein 40-jähriges Bestehen feierte der Westeröder Carneval Club (WCC) am Wochenende ausgelassen in der Westeröder Mehrzweckhalle. Nach den Grußworten von Präsident Stefan Beckmann, der gleichzeitig als Conferencier im Amt war, startete endlich das lang erwartete lustige Treiben.

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Aus dem Leben eines Waidmannes: Julius Ruben Napp begeistert als Oberförster Pudlich nicht nur Revier-Kollegen.

Quelle: Mischke

Dass die Uhlen Toleranz beweisen und auch „zugezogenen Anreischken“ die Prinzenwürde übertragen, lobte Prinz Markus I. (Schatz) in seiner Antrittsrede. Mit seiner Prinzessin Andrea I. (Schatz) gelobte er, dem Westeröder Karneval alle Ehre zu machen, da Humor und Lebensfreude nichts mit dem Geburtsort zu tun hätten.

Mit Spannung wurde auch die Bekanntgabe des Kinderprinzenpaares erwartet. Angeführt von der Mini-Garde marschierten schließlich Prinz Leon I. und Prinzessin Stine-Marie I. unter närrischem Applaus auf die Bühne, wo sie vom Elferrat begrüßt wurden. Zum Amtsantritt mitgebracht hatten sie ein grünes Gebräu aus Fliegenpilz, Spinnbein und anderen unbekömmlichen Zutaten. Wer nicht lustig sei, würde es mit diesem Trank werden, drohte der Prinz, doch die Gefahr von Trübsal bestand nicht bei den Uhlen.

Auch für das Programm hatte sich der WCC wieder einiges einfallen lassen. Die Zänkereien der „Schwerdtfegers“ alias Patricia und Florian Vollmer sind seit Jahren ein Dauerrenner auf dem Büttenabend. Prominenz war vertreten mit „Atze Schröder“, der bei den Uhlen auch unter dem Namen Peter Wagner verkehrt, und mit „Cindy aus Marzahn“ – im richtigen Leben Diana Schwedhelm.

„Ein ungleiches Paar“ gaben Theresa Wüstefeld und Jens Nolte: Das adrette Fräulein Helene irritierte ihren biederen Verehrer mit ihrem lockeren Lebenswandel doch erheblich. Die Lacher auf ihrer Seite hatte auch die zehnköpfige Narrengruppe auf einer „lustigen Busfahrt“, und Oberförster Pudlich alias Julius Ruben Napp gab auf seine unverwechselbar trockene Art außergewöhnliche und nicht alltägliche Einblicke in das Leben eines Eichsfelder Waidmanns. Das amüsierte nicht nur die anwesenden Revier-Kollegen, die spontan ein fröhliches Jagdlied zum Besten gaben. Bekannte Westeröder Ortsgrößen wurden schließlich von den „Hofsängern“ aufs Korn genommen – und ertrugen es mit karnevalistischem Humor.

Die Garden bewiesen Vielseitigkeit und Kondition mit französischem Can Can, fetzigen Disco-Rhythmen, einem Michael-Jackson-Medley oder sexy mit „What a Feeling“. Eng auf der Bühne wurde es zum Finale, wo sich alle Narren vom klatschendem Publikum verabschiedeten.

Claudia Nachtwey

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