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Neuer Weg für Radwanderer

Potenzial in Leine-Rhume-Hahle-Radweg Neuer Weg für Radwanderer

Der Heimat- und Verkehrsverband Eichsfeld (HVE) plant, im Jahr 2017 einen Leine-Rhume-Hahle-Radweg einzurichten. „Die Infrastruktur steht“, erklärt der Vorsitzende Gerold Wucherpfennig. „Er muss nur ausgeschildert werden.“ Mit der Maßnahme will der HVE die Zahl der Übernachtungsgäste steigern.

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Entlang der Rhume führt ein Teilstück des geplanten Weges.

Quelle: Thiele

Eichsfeld. „Zurzeit verlassen Radtouristen das Eichsfeld nach zu kurzer Zeit“, erklärt Wucherpfennig. Zwar würden der Leine-Heide-Radweg und der Unstrut-Radweg im Eichsfeld beginnen, aber übernachten würden deren Nutzer am Ende der ersten Etappe schon nicht mehr im Eichsfeld. Beim ersten Beispiel erreichten die Radler von der Quelle in Leinefelde schnell Kirchgandern und damit die Grenze der Region. Die zweite Quelle befinde sich in Kefferhausen, aber die Übernachtungsstationen in Bad Frankenhausen oder Hildrungen.

„Radwanderer und -touristen fahren gern an Flussläufen“, so der HVE-Vorsitzende. Der geplante Radweg könne sich zwar nicht mit dem Leine-Heide-, dem Elbe- oder dem Donau-Radweg vergleichen. „Aber mit Abstechern zum Seeburger See und zur Rhumequelle kommen Radler auch auf rund 200 Kilometer“, sagt Wucherpfennig. Und mit der Einbindung von den zahlreichen Sehenswürdigkeiten ließe sich die Verweildauer in der Region noch einmal erhöhen.

Schließlich habe die Region unter anderem zahlreiche Museen und Burgen zu bieten, die schon für sich touristische Anziehungspunkte darstellen. Wucherpfennig nennt das Brotmuseum und die Heimatmuseen als Beispiele und verweist bei den Burgen auf die Plesse, den Hanstein und den Scharfenstein sowie auf das Schloss in Katlenburg. „Auch die Gegenüberstellung einer mittelalterlichen Stadt wie Duderstadt zum modernen Stadtumbau in Leinefelde bietet interessante Möglichkeiten“, beschreibt der HVE-Vorsitzende.

Durch die Zusage aus dem Thüringer Wirtschaftsministerium, den Bau des Radweges zwischen Bodenrode und Westhausen mit 90 Prozent zu fördern, stand die Finanzierung für das letzte Stück des geplanten Rundweges entlang der Leine, Rhume und Hahle. „Der Verlauf der drei Flüsse bietet sich an zur Vermarktung“, sagt Wucherpfennig, der das Projekt in 2017 umsetzen möchte. „Wir hoffen, dass wir für unser Projekt Fördermittel aus den Leader-Programmen in Niedersachsen und Thüringen bekommen.“ Infrastrukturelle Mittel hingegen seien dafür nicht weiter notwendig. „Da die Strecken bereits bestehen, geht es hauptsächlich um die Ausschilderung und Vermarktung des Leine-Rhume-Hahle-Radweges.“

Rundfahrt an drei Flüssen

Streckenverlauf: Die Radfahrer starten beispielsweise an der Leinequelle in Leinefelde und setzen ihren Weg über Uder, Arenshausen und Kirchgandern in Richtung Friedland fort. Als nächste Stationen folgen Göttingen, Bovenden und Nörten-Hardenberg auf der Route nach Northeim und zu der Stelle, wo die Rhume in die Leine mündet. Durch das Rhumetal geht es weiter über Lindau und Bilshausen nach Gieboldehausen. Nachdem die Radler den Punkt passiert haben, an dem die Hahle in die Rhume fließt, geht es weiter auf dem Radweg auf dem Bahndamm zwischen Gieboldehausen und Rolls­hausen. Über Teistungen und Ferna beenden die Radler ihre Rundfahrt, wenn sie Leinefelde wieder erreicht haben.

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