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Neues Café in historischer Mühle Bilshausen

Christel Foit-Bartels eröffnet gastronomischen Betrieb Neues Café in historischer Mühle Bilshausen

„Ich lebe meinen Traum“, sagt Christel Foit-Bartels und  schaut mit leuchtenden Augen auf die Rhumemühle in Bilshausen. Hier eröffnet sie am morgigen Sonntag ein Café.

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Freut sich auf die ersten Gäste in ihrem Bilshäuser Rhume-Mühlencafé: Christel Foit-Bartels.

Quelle: Richter

Bilshausen. „Den Wunsch habe ich schon seit 30 Jahren im Kopf“, berichtet die Hildesheimerin, die seit langem selbstständig in der Gastronomie tätig ist.

„Kochen und Backen ist mein Hobby“, betont Foit-Bartels, der es „große Freude bereitet, mit Menschen zu arbeiten“.

Den Gästen im Rhume-Mühlencafé will sie selbstgemachten Kuchen und „richtig dicke“ Sahnetorten anbieten, außerdem Brote mit Eichsfelder Mettwurst und Schinken sowie Strammen Max. „Ich lasse mich auch hinreißen, mal eine Pfanne Bratkartoffeln zu machen“, sagt die Niedersächsin, die ab Frühjahr den Außenbereich einbinden möchte. Jeweils sonnabends soll es um 12 Uhr Eintopf geben – und das ebenso wie Kuchen und Torten auch außer Haus.

Bei der Einrichtung der beiden Gasträume, die rund 50 Besuchern Platz bieten, setzte sie auf Wohnmöbel, die sie für das Café umgestalten ließ. Außerdem auf eine Essecke aus ihrer Wohnung und auf einen Tisch, den sie beim Trödler gekauft hat.

Die Mühle ist mir regelrecht entgegengesprungen

Die gelernte Verkäuferin hatte 20 Jahre als Briefträgerin mit Beamtenstatus gearbeitet. „Das hat mir nicht gereicht“, so die 69-Jährige rückblickend, die aus dieser Erkenntnis konkrete Schlüsse zog. Nachdem sie den Briefträger-Job an den Nagel gehängt hatte, machte sie sich selbstständig und betrieb 25 Jahre lang Gastronomie in Vereinshäusern. Vorher hatte sie bereits nebenberuflich Erfahrungen in der Branche gesammelt.

„Meinen selbstgebackenen Kuchen haben sie mir aus den Händen gerissen. Da kam mir die Idee, dass ein Café genau das Richtige für mich wäre“, so Foit-Bartels, die dieses Vorhaben aus finanziellen Gründen aber nicht realisieren konnte.
Nachdem sie dem Verein, für den sie zuletzt arbeitete, gekündigt hatte, lebte bei ihr der Traum vom eigenen Café wieder auf.

Sie begann im Internet zu suchen und wurde auf die Rhumemühle aufmerksam, die Nobelpreisträger Erwin Neher 2008 gemeinsam mit seiner Frau Eva-Maria Neher und seinem Bekannten Ulrich Brandl erworben hatte. Das 1746 errichtete Gebäude ist eines der ältesten noch erhaltenen Häuser in Bilshausen. „Die Mühle ist mir regelrecht entgegengesprungen, hat gesagt ‚nimm mich’.“

„Man spricht im Ort schon drüber“

Der Ort Bilshausen sei „zauberhaft“, meint die Gastronomin, die auch die Wohnung in der Mühle gemietet hat. Der Eichsfeldort werde von einer reizvollen Landschaft umgeben. „Es hat etwas Heimeliges hier“, bringt sie ihren Eindruck auf den Punkt.

Die ersten potenziellen Gäste hätten bereits einen Blick in die neugestalteten Räume geworfen. „Man spricht im Ort schon drüber“, hat Foit-Bartels registriert, die hofft, durch Mundpropaganda schnell viele Gäste in ihrem Café begrüßen zu können.

Geöffnet hat das Café dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr, sonnabends von 12 bis 20 Uhr, sonntags von 14 bis 18 Uhr und nach Absprache.

Von Axel Artmann

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