Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Neues Ehrenmal für Gerblingerode

Ortsrat bevorzugt offene Variante Neues Ehrenmal für Gerblingerode

Landschaftsarchitekt Gerhard Kohl und seine Mitarbeiterin Linda Ganzert-Kueter haben am Donnerstag drei unterschiedliche Varianten für einen neuen Ehrenmalplatz auf dem Gerblingeröder Friedhof vorgestellt. Die Mitglieder des Ortsrates entschieden sich für die offenste und modernste Variante.

Voriger Artikel
Bauhof Duderstadt im Dauereinsatz
Nächster Artikel
Schulweg soll sicherer werden

Gerblingerode. „Wir wollen heute Alternativen betrachten, die dem Ortsrat bei seiner Entscheidung helfen“, sagte Duderstadts Bauamtsleiter Johannes Böning. Und diese Entscheidung sollte noch vor Ort an der Friedhofskapelle fallen, ergänzte Ortsbürgermeister Dieter Thriene (CDU). Denn am 10. August sollten die Pläne im Verwaltungsausschuss thematisiert werden. Und bis 15. September müssten die Anträge für eine Förderung beim Amt für regionale Landesentwicklung in Göttingen vorliegen.

Alter Platz wird renaturisiert

Beim ersten Termin am alten Ehrenmal im Mai fanden die Pläne  nicht die Zustimmung des Ortsrates, da ein barrierefreier Zugang fehlte. Dieser sei am alten Platz auch schwierig umsetzbar, hatte Kohl erklärt, weshalb ein neuer Platz gesucht wurde. Das neue Ehrenmal soll nun neben der Kapelle aufgebaut werden. Das alte Ehrenmal werde dazu entfernt, erläuterte Kohl zunächst den Plan für den alten Platz. Dieser werde zurückgebaut und renaturisiert. Eine geradlinige Wegeführung werde abgegrenzt von einer Mauer aus Gabionen, also Steinen in Käfigen. Der Weg werde im unteren Bereich an die Breite oben angepasst. Auch die Laterne vor dem Friedhof soll versetzt werden. Dadurch ergebe sich Platz um den Kurvenbereich zu entschärfen. Der Zaun und das Tor würden weiter oben aufgebaut. Wie Thriene ergänzte sei dies notwendig, um Tiere vom Friedhofsbesuch abzuhalten. Er berichtete von Rehen, die schon mal die Gräber geplündert hätten. Die Kosten für diesen Bereich sollen sich nach Angaben von Kohl auf rund 46600 Euro belaufen.

Zwei Varianten in Kreuzform

Für den neuen Ehrenmalplatz standen drei Varianten zur Auswahl. Bei der ersten war der Platz in Form eines griechischen Kreuzes aufgeteilt. Das Ehrenmal hätte zentral in der Mitte gestanden, so Kohl. Etwa 80 Menschen hätten Platz gefunden. Vom Weg hätte eine Treppe auf den Platz geführt, von der Kapelle aus wäre er barrierefrei zugänglich gewesen. Die Variante schied zwar nicht als erste aus, war den Ortsratsmitgliedern aber nicht offen genug. Am wenigsten konnten sich die Ortsratsmitglieder mit Variante B anfreunden. Sie bildete, wie Ganzert-Kueter erklärte, eine Verlängerung des Kirchenraumes in Form eines Kreuzes. Von der Kapelle aus würde der Betrachter auf die drei Stelen am anderen Ende blicken. Der Platz wäre für 100 Personen ausgelegt.

„Bei Variante C haben wir uns bewusst von der Strenge der Aufteilung verabschiedet“, erklärte Kohl. „Diese Variante ist deutlich offener und moderner.“ 120 Menschen würden hier Raum finden. Der Platz erinnert an ein Baseballfeld, umgeben von einer Mauer. Bäume grenzen ihn in eine Richtung ab. Allerdings bleibt der Blick am Ehrenmal vorbei in die Ferne offen. „Bei dieser Variante ist das Denkmal, bestehend aus drei Stelen, von allen Seiten aus zu sehen“, so Kohl. Seine Mitarbeiterin ergänzte, dass sich der Platz wie eine Terrasse öffne und die Seite zur Straße bewusst abgegrenzt werde.

Der Entwurf überzeugte die Ortsratsmitglieder. Auch die Tatsache, dass sie sich für die teuerste Variante für 146 000 Euro entschieden hatten, stimmte sie nicht um. Denn von Variante A zur Variante C bestünde zwar ein Unterschied von 30 000 Euro, doch würden hier im Bereich der Pflege weniger Folgekosten entstehen. 63 Prozent Förderung seien möglich, erklärte Duderstadts Stadtplaner Rudolf Wengerek.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt

©Richter