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Helle Farben zeigen Wirkung

Neues Licht- und Farbkonzept der Basilika St. Cyriakus Helle Farben zeigen Wirkung

Das neue Licht- und Farbkonzept der Basilika St. Cyriakus in Duderstadt trifft auf großes Interesse. Mehr als 100 Personen haben Architekt Michael Schmutzer begleitet, als er vor Ort die Entwicklung der Bauarbeiten erläuterte. „Wir sind sowohl im Zeit- als auch im Budget­rahmen“, berichtete er.

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Architekt Michael Schmutzer erläutert mehr als 100 Besuchern das neue Licht- und Farbkonzept in der Basilika.

Quelle: Franke

Duderstadt. Das Projekt „Licht und Farbe für St. Cyriakus“ wirkt auch zu einer späten Zeit wie 18.20 Uhr. „Obwohl nicht mehr so viel Licht ddurch die Fenster hereinkommt, wirkt der Raum wesentlich heller“, beschrieb Schmutzer die Wirkung der eingesetzten Farben. Die Besucher zeigten sich erstaunt, als er erklärte, dass an der Decke gar nichts unternommen wurde. Entgegen der Vermutung vieler seien die Malereien nicht nachgezeichnet worden. „Das ist ein weiterer Effekt der neuen Farbgebung“, erläuterte der Architekt. „Dadurch kommen sie einfach besser zur Geltung.“ An der Decke sei auch keine Reinigung geplant. Vielmehr habe auch die leichte Patina einen positiven Effekt. „Wir wollten den Raum auf keinen Fall steril wirken lassen“, so Schmutzer weiter.

Die Lampen sind montiert, auch Bewegungsmelder, die reagieren und das Licht einschalten, wenn Besucher in die Kirche kommen. Zur Beleuchtung würden nach Schmutzers Angaben acht verschiedene Programme vorbereitet, auch wenn sich alle Lampen einzeln schalten ließen. Auch können verschiedene Bilder mit der Anlage projeziert werden. In den kommenden Wochen müssten jetzt noch der Chor und das Westwerk gestrichen werden. „Darüber hinaus wird noch die neue Lautsprecheranlage montiert“, sagte Schmutzer. Diese würde von einem Lautsprecherpaar zum nächsten von vorn nach hinten jeweils mit einer Zehntelsekunde später einsetzen, um den Hall in der Kirche auszugleichen. Und zuletzt müsse die Basilika wieder möbliert werden.

Dass viele der Führungsteilnehmer eine starke emotionale Bindung zu St. Cyriakus haben, zeigte sich in Zwischenfragen wie der, warum so viele Dinge nicht wieder in die Kirche zurückkämen. Schmutzer erläuterte dazu, dass es das Budget gesprengt hätte, das Chorgestühl dort wieder anzubauen, wo es ursprünglich hingehöre. Dieses habe im Pfarrheim einen neuen Platz gefunden. Auch würden die Bänke aus den Seitenschiffen nicht mehr aufgebaut, da mit Blick auf die kommenden Jahre immer weniger Menschen die Messen besuchten. „Wenn die Menschen aber dichter zusammensitzen, erhöht es das Gemeinschaftsgefühl“, so der Architekt. Ebenso würden die Kandelaber von 1936 einen neuen Platz erhalten.

„Ohne einen Pinselstrich wäre eigentlich schon alles vorbei gewesen“, erzählte Architekt Michael Schmutzer vom Angebot für das Gerüst für die Malerarbeiten. Mit 250 000 Euro lag dieses deutlich über dem Budget für die gesamten Malerarbeiten, für die 150 000 Euro zur Verfügung standen. Im Internet fand er dann einen Bericht über den Aachener Dom, wo dieses Problem mit einem Hubsteiger gelöst wurde.

Da der Chor aber eine Höhe von 23 Metern habe, wurde ein Gerät benötigt, dass diese Höhe erreiche und dann noch zwei Personen plus Farbe, also rund 200 Kilo, trage und außerdem nach rechts und links ausschwenken könne. „Doch Nachmessen ergab, dass der bestellte Hubsteiger durch keine Tür passte“, so Schmutzer weiter. Die breiteste Tür maß lediglich 1,12 Meter. „Es gibt in Deutschland genau zwei Hubsteiger, die da durchpassen“, erklärte der Architekt. Der dann bestellte habe eine Breite von 98 Zentimetern und erfülle auch die übrigen Anforderungen. Und das Gerät koste für die gesamte Dauer 50 000 Euro. Der einzige Nachteil: Alle Handwerker müssen ihn sich teilen.

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