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Flüchtlingshilfe und Fortbildung

Neues Personal und ungewohnte Aufgaben beim DRK Flüchtlingshilfe und Fortbildung

Katastrophenschutz, Küchenarbeit und Kleiderkammer - So kennt man das Engagement im Deutschen Roten Kreuz (DRK). Im vergangenen Jahr stand hingegen ein Aufgabenfeld im Vordergrund für die Mitglieder des Duderstädter Kreisverbandes: die Flüchtlingsarbeit.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Duderstadt. Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität und Unabhängigkeit. Freiwilligkeit, Einheit und Universalität - Diese Schlagworte sind in den Grundsätzen der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung verankert - und in Zeiten von täglichem Rassismus genau die richtige Antwort, sagte stellvertretender Bürgermeister Dieter Thriene (CDU) während der Versammlung der DRK-Mitglieder. Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer wäre es kaum möglich gewesen, die Situation zu meistern, als Flüchtlinge in großer Zahl nach Deutschland kamen, lobte er. Entsprechend hoffe er, dass die Suche nach jungen Neumitgliedern sich erfolgreich gestalte.

Im Zusammenhang mit der Versorgung der Geflüchteten habe auch die Kleiderkammer eine große Nachfrage erfahren, erläuterte Geschäftsführerin Claudia Moneke. Mithilfe der Einrichtung des Spendenlagers gemeinsam mit der GAB, rund 20 Freiwilligen im Team und erweiterten Öffnungszeiten habe aber auch diese Herausforderung gemeistert werden können.

Neuer Kreisverbandsarzt ist Dr. Patrick Jung. Der am Krankenhaus St. Martini tätige Anästhesist übernahm den Posten von Michael Osburg. Jung ist in Duderstadt aufgewachsen, arbeitete später in Wolfsburg und Nordhausen und lebt nun mit seiner Familie in Duderstadt. Die Mitgliederversammlung wählte ihn einstimmig. Osburg war zuvor 16 Jahre im Amt gewesen.

Zu den besonderen Herausforderungen habe gezählt, in Wollershausen binnen 24 Stunden eine Flüchtlingsunterkunft herzurichten. Aber auch die Einsätze im Rosenthaler Hof, in Friedland und Groß Schneen, in Osterode und in Hameln hätten die Ehrenamtlichen gefordert, berichteten die Vorstandsmitglieder.

Markus Teichert, sei drei Jahren Präsidiumsvorsitzender, machte deutlich, dass - außer der Flüchtlingsarbeit - Nachwuchs-, und Seniorenarbeit geleistet worden seien. Die Präsenz bei den Themenmärkten und anderen Veranstaltungen, Blutspende-Aktionen und Breitenausbildung und andere Themen hätten ebenfalls angestanden - ein kräftezehrendes Jahr für die Freiwilligen, das aber gezeigt habe, dass das Motto „Aus Liebe zum Menschen“ mehr als eine hohle Phrase sei.

78 Kurse, darunter allein 33 in der Grundausbildung zur Ersten Hilfe, seien im vergangenen Jahr abgeleistet worden, ergänzte Kreisbereitschaftsleiter Dominik Koch. 1027 Teilnehmer seien verzeichnet worden. Rund 9000 Stunden - von Einsätzen über Gruppenabende bis hin zu Lehrgängen - seien abgeleistet worden, außerdem hätten sich Leitungs- und Führungskräfte fortbilden lassen.

Besondere Einsätze seien die Übung eines Kfz-Marsches des Landkreises Göttingen im Juli und eine Wasserrettung am Seeburger See gewesen sowie - gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Duderstadt - eine Verkehrsunfall-Übung im Oktober.

Für seine besonderen Verdienste erhielt Dominik Koch eine Auszeichnung des Landesverbandes. Zudem wurde er für 30 Jahre Mitgliedschaft im DRK geehrt. Bereits seit 50 Jahren ist Josef Böning Mitglied, Wolfgang Rittmeier und Lothar Schenke seit 45 Jahren. Thorsten Stolze wurde für 25 Jahre ausgezeichnet, Fritz Rüffert für zehn sowie Steffen Gellert und Ines Mumdey für fünf Jahre Mitgliedschaft.

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