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Neueste Pläne für Schützenmuseum vorgestellt

Tourismusprojekt „Erlebnisstationen“ Neueste Pläne für Schützenmuseum vorgestellt

Unumstritten ist das fünf Millionen Euro schwere Tourismusprojekt „Erlebnisstationen einer mittelalterlichen Stadt“ im Rat. Diskutiert wird nach wie vor jedoch über die Details bei beiden Polen des Projekts: dem Bau eines Schützenmuseums am Westerturm und der touristischen Erschließung des historischen Rathauses – allerdings folgenlos.

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Neubau: In der Straße Hinter der Mauer befindet sich der Anbau nach Plänen des Architekten Gnädinger.

Quelle: Art+Com

Im Tourismusausschuss wurde wieder einmal deutlich: Die Stadtverwaltung um Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) treibt konsequent die Entwicklung voran. Den Ratsherren bleibt, wie im Falle der CDU, Freude über gute Ergebnisse des Schaffensdrangs; oder, wie im Fall der SPD, erfolgloses Bemühen um eigene Akzente bei der Umsetzung.

Klar ist: Das Tourismusprojekt ist für die chronisch klamme Stadt bei einer Förderquote von 95 Prozent ein Geschenk. Die Zusammenfassung der sprichwörtlichen und tatsächlichen Baustellen Westerturm und Rathaus ist eine Krönung jahrelanger Bemühungen um Stadtentwicklung. Das wurde bei der Präsentation der weiterentwickelten Planungen im Ausschuss wieder deutlich.

Fachdienstleiter Christian Zöpfgen stellte sie vor. Die Umgestaltung des (gerade für 4,5 Millionen Euro sanierten) Rathauses für das Tourismusprojekt wird demnach vor allem in zwei Punkten Ausdruck finden: erstens der Erweiterung der Touristinfo durch Nutzung des Kophuses. Hier wird zudem ein Shop, ein Markt für regionale Produkte und die Präsentation touristischer Ziele der Region eingebunden.

Matthias Schenke beklagte für die SPD, dass der Vorschlag, im Kophus eine rustikale Gastronomie einzurichten, nicht berücksichtigt, der Raum als Veranstaltungsort verloren sei. Nolte hielt gegen mit dem Hinweis, die Planung entspreche der historischen Nutzung. Auch müssten die Fördermittel bis Ende des Jahres verbraucht sein, Änderungen der Pläne seien nicht mehr möglich. Zweitens wird das Rathaus über sieben Etagen, bis hinauf in den mittleren Turm, für Besucher begehbar.

Beim Schützenmuseum stellte Zöpfgen die aktualisierten Pläne vor. Neu waren hier beispielsweise Computeranimationen der Außenansichten. Im Museum sollen auf drei Etagen die Themen Stadtverteidigung, Schützenwesen und Leben in der mittelalterlichen Stadt mittels interaktiver Stationen an authentischem Ort – direkt an der Stadtmauer – präsentiert werden. Dazu wird die ehemalige Turmstube in Teilen denkmalgerecht saniert, durch einen markanten Neubau nach Plänen des Berliner Architekten Rolf Gnädinger ergänzt, ein Durchbruch zum Westerturm und dem Brandi-Bau (ehemaliges Bachmannsches Haus) geschaffen und auch das Georgstürmchen über einen Laufgang integriert.

Die Berliner Firma Art+Com erstellt hierzu, gemeinsam mit dem Duderstädter Ehepaar Maria und Reinhard Hauff, ein modernes Ausstellungskonzept. „Es sind noch einige Fragen offen“, machte Zöpfgen deutlich, dass am Konzept noch gefeilt wird.

Die SPD trieben aber praktische Fragen um. Er habe die „dringende Anfrage“, so Schenke, ob es nicht möglich sei, die Belange behinderter Menschen zu berücksichtigen. Das sei „leidenschaftlich diskutiert „worden, entgegnete Nolte. Es habe sich aber gezeigt: „Hier lässt sich das nicht umsetzen.“ Reinhard Hauff bekräftigte das im Anschluss an die Sitzung. Er verwies auf beengte Räume, schmale Durchgänge und drei Ebenen im Bereich des Schützenmuseums.

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