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Neujahrsempfang in Mackenrode

„Zeit wird uns geschenkt“ Neujahrsempfang in Mackenrode

„Wir wollen hier ein Forum bieten für Gespräche, Anregungen, Kritik und Diskussionen“, beschreiben Pastor Markus Kamper und stellvertretender Gemeindebürgermeister Heinrich Huch (CDU) die Ziele, die Kirche und Gemeinde mit der Ausrichtung des Neujahrsempfangs verfolgen. Rund 20 Interessierte sind der Einladung gefolgt und im Anschluss an einen Gottesdienst zu Rückblick und Ausblick, Klönschnack und Kontaktpflege in das Dorfgemeinschaftshaus gekommen.

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Pastor Markus Kamper spricht beim Neujahrsempfang in Mackenrode.

Quelle: Hinzmann

Mackenrode. „Zeit wird uns geschenkt – wir können etwas, wir sollen etwas daraus machen“, so Kamper mit Blick auf das neue Jahr. In einer offenen Gesellschaft lebend, müssten sich die Bürger auch immer der Gefahren bewusst sein, sagt er in Anspielung auf die Ereignisse in Paris.

Auch Mackenrode ist „keine Insel der Seligen, aber hier ist alles doch ein wenig ruhiger, überschaubarer“, sagt der Geistliche. Viele hätten allerdings den „braunen Spuk“ aus dem Anfang der 1990er Jahre noch in schlechter Erinnerung.

Wichtig sei es, „Flagge zu zeigen und die Werte zu leben und zu vertreten, die das Zusammenleben in unserer Gesellschaft prägen – die jüdisch-christlichen Werte von Freiheit, von Nächstenliebe, von Gewaltlosigkeit, von Solidarität und  Gerechtigkeit.“

Positiv bewertet es Kamper, „wenn sich auch immer mehr Muslime dazu bekennen und die Anschläge, die im Namen Allahs begangen werden, verurteilen“. Nachdem der Pastor aus dem am Freitag von Vertretern des Judentums, Islams, katholischer und evangelischer Kirche verfassten Manifest „Drei Religionen für den Frieden“ vorgelesen hat, würdigt er das Engagement vieler Bürger für die Dorfgemeinschaft.

Lebhafte Diskussion

Die Gottesdienste seien im Schnitt von 21 Gläubigen und damit zehn Prozent der Gemeindemitglieder besucht worden, ein überdurchschnittlicher Wert, denn deutschlandweit liege der Anteil bei zwei bis drei Prozent. Kamper erinnert die Gäste des Empfangs daran, dass am 8. November wieder Kirchenwahlen stattfinden. „Ich hoffe, wir finden auch in diesem Jahr wieder Menschen, die bereit sind, ihren Gaben und ihre Zeit einzubringen.“

Huch betont, dass die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses zu den wichtigen Projekten des vergangenen Jahres in Mackenrode gezählt habe. Er erinnert daran, dass der Jugendraum mit neuen Fenstern ausgestattet und die Schaukel auf dem Spielplatz erneuert wurde. In diesem Zusammenhang würdigt er das Engagement des Verschönerungsvereins an verschiedenen Stellen im Ort.

Bedeutendstes Vorhaben in diesem Jahr sei die Neugestaltung des Thieplatzes. Huch hofft auf ein regeres Interesse der Bürger an den Sitzungen des Gemeinderates. Nach den beiden Reden entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über die Geschehnisse des vergangenen Jahres in Mackenrode und die Vorhaben in 2015.

Von Axel Artmann

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