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Neun Tage Festival in fünf Städten

Erfolgsprojekt aus Hann. Münden wird ausgeweitet Neun Tage Festival in fünf Städten

Mehrere Hundert Künstler, bis zu 300 Abendveranstaltungen, 100 denkmalgeschützte Häuser in fünf Städten als Bühne. Das Ziel für das erste „DenkmalKunst!Festival“ im Fachwerk-Fünfeck im kommenden Jahr ist hoch gesteckt.

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„Gemeinsam können wir mehr erreichen“: Patricia Magdalene Kenar und Bernd Demandt werben fürs Fachwerkfünfeck-Festival.

Quelle: Niklas Richter

Duderstadt. Neun Tage lang - vom 29. September bis 8. Oktober 2017 - wollen die südniedersächsischen Fachwerkstädte Duderstadt, Einbeck, Osterode, Northeim und Hann. Münden mit ihren Pfunden wuchern - mit dem Hintergrundgedanken, Käufer und Sanierer für marode Häuser zu gewinnen. Vorbild ist das Festival in Hann. Münden. Dessen Initiatoren haben am Freitagabend im Duderstädter Rathaus vor vielen Denkmalaktivisten und Kunstschaffenden über das erfolgreiche Projekt informiert und um Unterstützung ehrenamtlicher Akteure für dessen Ausweitung geworben. In Hann. Münden konnten Liebhaber für viele leerstehende Häuser gewonnen werden, eine Bürgergenossenschaft hat inzwischen ein zweites Haus gekauft. Das erste war 2013 Schauplatz eines Happenings mit bundesweitem Echo: Während des neuntägigen Festivals wurde das Haus saniert. Vom Scherenaufzug bis zum Eisenbahnwaggon, der inzwischen als Kinderkrippe dient, wurden keine Mühen für die Festivals gescheut.

„Wir haben erreicht, was wir wollten“, sagte Bernd Demandt: „Das Festival sollte eingestampft werden, doch dann kam das Fachwerk-Fünfeck.“ Jetzt sollen zeitgleich in fünf Städten Hinterhöfe und alte Keller geöffnet, Kunst und Leben in die Häuser gebracht, Workshops und Gruppenführungen angeboten werden. In Osterode sehen Demandt und seine in Gieboldehausen aufgewachsene Mitstreiterin Patricia Magdalene Kenar besonders hohen Handlungsbedarf, in Duderstadt haben sie Leerstände von der Hinterstraße bis zur alten Stadtbücherei ins Auge gefasst. Fünf Exkursionen mit kleinem Programm sollen in diesem Jahr in den Städten des Fachwerk-Fünfecks Interesse für das Festival wecken und der Vernetzung dienen.

„Der Funke ist übergesprungen“, meinte Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) und zeigte sich „begeistert“. Sowohl die Duderstädter Kunstszene als auch das Bauen im Bestand seien im Aufwind, die Wiederaufnahme der Städtebauförderung habe zahlreiche Sanierungsprojekte in Gang gebracht. Zudem seien die meisten Käufer und Sanierer alter Häuser in Duderstadt jung an Jahren. 110 Kaufverträge wurden 2015 wegen des Vorkaufsrechts der Stadt geprüft. Nur vier der Käufer waren älter als 60 Jahre, 46 jünger als 30 Jahre, das Durchschnittsalter lag bei 36 Jahren.

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