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„Nicht mit Keule und Plattschaufel vorgehen“

Prävention gegen Vandalismus im Schlosspark „Nicht mit Keule und Plattschaufel vorgehen“

Scherben und Müll auf dem Spielplatz, Graffiti und Ruhestörung: Der Vandalismus Jugendlicher im Schlosspark der Fleckengemeinde hat bereits eine längere Geschichte. Höhepunkt der Entwicklung waren mehrere zerstörte Lampen und ein fünfstelliger Sachschaden im letzten Sommer.

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Anderer Ansatz: Statt mit uniformierter Präsenz wie im vergangenen Jahr will man Vandalismus jetzt pädagogisch vorbeugen.

Quelle: Blank

Jetzt hat die Gemeinde mit der Polizei, der Aufsuchenden Jugendarbeit des Landkreises und der Jugendpflege der Samtgemeinde ein neues Konzept erarbeitet: Man setze auf Prävention, erklärt Bürgermeister Norbert Leineweber (CDU). Es bringe nichts, die jungen Leute einfach nur zu verjagen. „Wir wollen erzieherisch tätig werden“, so Leineweber, „und nicht mit Keule und Plattschaufel vorgehen.“

„Der Schlosspark ist die grüne Lunge von Gieboldehausen“, erläutert er weiter. Derzeit sei es aber so, dass gerade junge Eltern mit ihren Kindern und ältere Bürger sich nicht mehr in den Park trauten. „Das geht so nicht.“

Leineweber betont: „Bei den Jugendlichen handelt es sich ja nicht um Kriminelle.“ Zu Grenzüberschreitungen komme es meist erst unter Alkoholeinfluss. Er hofft auf Einsicht: „Wir wollen die Jugendlichen überzeugen.“ Deshalb werde man das Gespräch suchen.

„Bei der Straftatserie im letzten Jahr war das Kind schon im Brunnen“, meint Otto Moneke, Leiter des Polizeikommissariats Duderstadt. In der Folge hatte die Polizei auf verstärkte Präsenz gesetzt. „Doch das löst das Problem nicht“, sagt auch Moneke. „Der Plan für dieses Jahr ist, ohne Uniform und eher vorbeugend zu agieren.“ Unterstützt werde man natürlich von den Polizisten vor Ort, auch könnten Zivilbeamte zum Einsatz kommen. Dierk Falkenhagen, Präventionsbeauftragter der Duderstädter Polizei, solle verstärkt an den Schulen in Gieboldehausen im Einsatz sein. „Ansonsten halten wir uns erst einmal zurück“, erläutert Moneke. „Ich halte das für eine gute Idee.“

Das Konzept befinde sich erst einmal in der Testphase, beschreibt Philipp Rösener von der Aufsuchenden Jugendarbeit. Dann wolle man ein Zwischenfazit ziehen, um zu sehen: „Macht das Sinn?“ Schließlich sei es so, meint Fleckenbürgermeister Leineweber: „Der Park gehört allen, den Jungen wie den Alten.“

Von Erik Westermann

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