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Niedersachsenhof Gieboldehausen soll bleiben - mit Rewe-Markt nebenan

Bunte Lösung für den Schützenplatz Niedersachsenhof Gieboldehausen soll bleiben - mit Rewe-Markt nebenan

Gastronomie oder Supermarkt – bisher gab es in der Diskussion um die Zukunft des Niedersachsenhofes nur diese beiden Positionen. Um wieder Bewegung in die verfahrene Situation in der Gieboldehäuser Kommunalpolitik zu bringen, hat die Gruppe Freie Wähler Gemeinsam für Gieboldehausen, SPD und Bündnis 90/Die Grünen einen Kompromissvorschlag erarbeitet, der beides vorsieht.

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Neue Idee für den Schützenplatz: Supermarkt neben Hotel.

Quelle: Part AG

Gieboldehausen. „Bisher haben wir die Sache immer nur Schwarz-weiß gesehen“, erklärt Wolfram Döring, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler.

„Nun wollen wir uns mit den Farben dazwischen beschäftigen.“ Die „bunte“ Lösung sieht einen Erhalt des Niedersachsenhofes in der Funktion eines gastronomischen Betriebes vor. Das Hotel mit Saal und Restaurant soll sich, geht es nach dem Willen der Gruppe, demnächst in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Rewe-Markt befinden.

Der nämlich hätte Platz auf dem Gelände südlich des Niedersachsenhofes. Auf dem knapp 12 000 Quadratmeter Schützenplatz könnten der 1600 Quadratmeter große Verkaufsraum plus Lager, Personalräumen, Fleischereifiliale, Bäcker und Parkplätzen problemlos untergebracht werden, zeigen Döring und Jörg Ripping (SPD) anhand von Plänen.

Perfekte Infrastruktur schaffen

Bisher werde die Fläche bei Großveranstaltungen wie Schützenfesten, Motorrad-Reise-Treffen und beim Lutzeball genutzt, um dort zu feiern. Mit dem Bau des Rewe-Marktes wäre dies an dieser Stelle nicht mehr möglich. Dafür sehen die Mitglieder der Gruppe eine Verlagerung des Festplatzes auf den Schlossplatz vor. „Mit 15 000 Quadratmetern ist er noch größer als der Schützenplatz“, benennt Döring einen der Vorteile.

„Mit marginalen Umbaumaßnahmen ließe sich dort eine perfekte Infrastruktur schaffen“, fügt Ripping hinzu. Bezahlt werden sollten diese mit einem Teil der Verkaufserlöse des Niedersachsenhofes und der Fläche am Schützenplatz.

„Darüber hinaus gibt es die Idee, den Schlosshof mit einer überdachten Konzertbühne aufzuwerten, um auch Veranstaltungen wie Musikkonzerte, Aufführungen und den zukünftigen Weihnachtsmarkt am historischen Schloss zu etablieren“, berichtet Döring. „Für schmales Geld wäre Gieboldehausen um eine Attraktion reicher.“

Möglichst noch bis Weihnachten

Die Kosten für die Aufwertung des Schlossplatzes seien nicht annähernd so hoch wie die Summe, die beim Verkauf des Niedersachsenhofes – für den es Interessenten gibt – und des Schützenplatzes zusammen komme. Daher könnten weitere Investitionen getätigt werden, um das Erscheinungsbild des Ortes zu verbessern. Die Gruppe denke insbesondere an die Ortseinfahrt. „An der Hahlestraße stehen baufällige Häuser leer. Hier müsste etwas getan werden“, sagt Ripping.

Eine weitere Idee sehe vor, einem weiteren Leerstand durch die Verlagerung von Rewe von der Knickgasse an die Bundesstraße 27 vorzubeugen, in dem an diesem Standort ein Gesundheitszentrum geplant werde. „Wir können uns eine kompakte Lösung mit Arztpraxen, physiotherapeutischen Einrichtungen und weiteren Angeboten an diesem Ort gut vorstellen“, erklärt Ripping. Die Suche nach potenziellen Partnern sei bereits aufgenommen worden.

„Die Gruppe ist sich einig, dass schnellstmöglich eine Entscheidung hinsichtlich der Betriebsverlagerung von Rewe und des Verkaufs des Niedersachsenhofes herbeigeführt werden muss“, unterstreicht Döring. Weiterhin müsse der Informationsfluss verbessert werden, um zum einen die Bürger besser auf dem Laufenden zu halten, zum anderen aber auch, um Ratsmitgliedern eine solidere Beratungsgrundlage an die Hand zu geben. „Wir hoffen auf eine schnelle Entscheidung“, so Döring, „möglichst noch bis Weihnachten.“

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