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Nolte dokumentiert Westeröder Dorfgeschichte

Heimatkunde mit dem Fotoapparat Nolte dokumentiert Westeröder Dorfgeschichte

Fotografiert hat er schon immer. Seit 2012 dokumentiert Hermann Nolte (73) im Auftrag von Ortsbürgermeisters Bernward Vollmer (CDU) mit der Kamera die Geschichte seines Heimatdorfs Westerode. Derzeit arbeitet der Rentner an seinem fünften Fotobuch. Es berichtet über den Bau der Ortsumgehung.

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Hermann Nolte mit seinen drei Fotobänden.

Quelle: Thiele

Westerode. Vom ersten Spatenstich 2012 bis zur Eröffnung im Oktober diesen Jahres hat der Rentner sich regelmäßig auf der 3,3 Kilometer langen Baustelle umgesehen. Das Metier ist ihm vertraut. Seit seiner Lehre in Göttingen war er 46 Jahre lang auf dem Bau tätig, die letzte Zeit in der Bauleitung.

Rund 1000 Straßenbaubilder beschriftete er zuhause am Rechner. Auf seiner 500-Gigabyte-Festplatte, die er eigens für seine heimatkundlichen Arbeiten beschafft hat, legte er zahllose Ordner an. Nun gilt es, die besten Aufnahmen auszuwählen. Schon jetzt steht fest, dass es sein bisher umfangreichstes Buch werden wird.

Mehrere Hochglanz-Fotobände von jeweils knapp 100 Seiten liegen bereits vor. Nolte ließ sie in kleiner Auflage drucken. Der erste Band, der 2013 erschien, präsentiertw sämtliche Häuser des 700-Einwohner-Orts. Zu sehen gibt es auch alte Aufnahmen, die Nolte bei Hausbesuchen erbat. Zum Teil durfte der Fotograf auch Bilder von Gemälden in Familienbesitz machen, die einzelne Fachwerkhäuser zeigen. So sind viele schöne Dorfansichten zusammengekommen, die den Wandel sichtbar machen. Zum Beispiel waren die Straßen im Ort in den 50er-Jahren noch nicht asphaltiert.

Der zweite Band stellt alle Gewerbebetriebe im Ort vor: Bauernhöfe, Handwerksfirmen, Gastwirtschaften oder auch ein Dentallabor. Im dritten Band geht es um Menschen im Dorf. Auch hier hat Nolte viele, alte Bilder bekommen. „Dieses Buch verkaufte sich bisher am besten“, sagt der Westeröder. Ein Exemplar ging sogar nach Australien. Der vierte Band, der wahrscheinlich 2016 erscheint, soll den Kindergarten, die Schule und die Kirche zum Gegenstand haben. Er ist ebenso wie das Buch über den Bau der Umgehungsstraße noch in Arbeit.

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©Richter