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Nordmanntanne in der Fußgängerzone von Duderstadt wird gefällt

Bürgerbaum wird Kletterbaum Nordmanntanne in der Fußgängerzone von Duderstadt wird gefällt

Manche entsorgen ihren Weihnachtsbaum schon vor dem Dreikönigstag, andere lassen ihn bis Mariä Lichtmess am 2. Februar stehen. Der Bauhof der Stadt Duderstadt hat die goldene Mitte gewählt und am Freitagmorgen als letzten Akt des Weihnachts-Kehraus in der Innenstadt den in einer Bodenhülse an der St.-Servatius-Kirche verankerten Bürgerbaum gefällt.

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Quelle: Schauenberg

Duderstadt. „Es war bislang der schönste Bürgerbaum“, sagt Treffpunkt-Vorsitzender Hubertus Werner mit Blick auf die 17 Meter hohe Nordmanntanne, die in der Weihnachtszeit auch beliebter Hintergrund für Selfies war: „Aber jetzt reicht es.“

Der Nadelbaum, der wie bereits sein Vorgänger keinen Schnee gesehen hat, hält sich hartnäckig. Mehrfach müssen die Bauhof-Mitarbeiter Jan Steinborn, Markus Sommerfeld und Heiko Köbsch die Motorsäge ansetzen, mit Hammerschlägen und Metallkeilen nachhelfen. Dann stürzt der Baumriese in die gewünschte Richtung aufs Granitpflaster der Fußgängerzone. Anders als in den Vorjahren werden die Äste nicht gänzlich entfernt, sondern zu Leitersprossen zurechtgestutzt – ein Sonderwunsch des anonymen Spenders, der die in Gerblingerode gewachsene Tanne zugunsten der Bürgerstiftung erworben hat und sie zu einem Kletterbaum umfunktionieren will.  

Nicht nur der Bürgerbaum ist am Freitag gefallen. An der Apsis der Kirche wurden auch zwei weitere Akazien beseitigt. Die Bäume an der Südseite sind bereits im vergangenen Jahr entfernt worden, nächstes Jahr ist die Nordseite an der Reihe. Die Akazien, die seit fast 100 Jahre die Kirche säumen, werden durch amerikanische Gleditschien ersetzt. Diese anspruchslose Baumart mit gefiederten Blättern ist auch als Lederhülsenbaum oder Falscher Christusdorn bekannt.
Nächster Bürgerbaum soll eine Blaufichte aus Westerode werden. Gestern hieß es aber erst einmal wie alle Jahre wieder: Stumpf raus, Deckel drauf.

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©Richter