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Nordmanntanne ist bei Eichsfeldern unangefochten die Nummer eins

Weiche Nadeln sind gewünscht Nordmanntanne ist bei Eichsfeldern unangefochten die Nummer eins

Zwar hängt noch Laub an vielen Bäumen der Region, doch in 15 Tagen ist bereits Heiligabend. Der Weihnachtsbaum gehört zur festlichen Zeit wie Gans und Geschenke. Mit dem Kauf des Nadelgehölzes beginnt für viele Eichsfelder die heiße Phase des vorweihnachtlichen Countdowns.

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Das Nadelgehölz muss durch den Trichter: Steffen Mertins beim Einnetzen der von Ramona Egert ausgewählten Nordmanntanne vor dem Duderstädter Raiffeisen-Markt.

Quelle: Richter

Eichsfeld. Die Nachfrage nach Nordmanntannen steigt seit 15 Jahren kontinuierlich an, während das Interesse an Fichtenarten seit langem zurückgeht.

Diesen Trend, den die Landwirtschaftskammer Niedersachsen registriert hat, spiegeln Erfahrungen aus der Region wieder. „Die Tendenz geht hin zu Nordmanntannen. Ein Grund ist, dass ihre Nadeln nicht stechen“, sagt Markus Billen, Inhaber von Billen-Forst aus Bösinghausen, der Bäume auf einer Fläche von 50 Hektar im Umkreis von 50 Kilometern anbaut.

Wie bei Lebensmitteln sei für Verbraucher auch beim hölzernen Weihnachtssymbol die Herkunft ein Kriterium. Wenn ab zweiter Wochenhälfte die Verkaufsstellen von Billen geöffnet sind, dürften „viele Männer nicht alleine kommen“. Um Streit zu vermeiden, werde der Baum oft gemeinsam mit dem Partner ausgesucht.

Richtiger Abtransport wichtig

Kaufkriterien sind neben Preis und Größe, „dass der Baum dicht bewachsen ist“, berichtet Doreen Nolte, Leiterin des Raiffeisen-Marktes in Duderstadt, und ergänzt: „Die meisten wissen genau, was sie in ihrem Wohnzimmer haben wollen.“ Die Beliebtheit der Nordmanntannen, die der Markt aus Dassel erhält, führt sie auch auf deren lange Haltbarkeit zurück.

Die klassische Dreieck-Form trifft den Geschmack der breiten Masse, weiß Gärtnermeister Tobias Manegold aus Seulingen, der am Donnerstag einen Verkaufsstand neben dem Gieboldehäuser Niedersachsenhof eröffnet. Aus dem Sauerland stammen die meisten Bäume, ein kleiner Teil kommt aus Dänemark.

Wichtig sei der richtige Abtransport. Werde der Baum im Innenraum eines Fahrzeugs mitgenommen, sollte die Spitze nach vorne zeigen, auf dem Dach in die andere Richtung.

Der angenehme Geruch ist einer der Gründe, auf die Uwe Harte die Nachfrage nach Nordmanntannen zurückführt. Wer eine Blaufichte kaufe, wolle damit oft erreichen, dass Kinder nicht mit dem Baum spielen. Der Familienstand entscheide zumeist darüber, welche Größe gewählt werde, so Harte, der ab Mittwoch mit einem Stand vor dem Duderstädter Krankenhaus vertreten ist.

Von Axel Artmann

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