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Oberhäupter Göttingens und Duderstadt über Verbesserungsbedarf im ÖPNV

Eng vernetzt Oberhäupter Göttingens und Duderstadt über Verbesserungsbedarf im ÖPNV

Der Austausch über die Zusammenarbeit beider Städte hat am Mittwoch im Mittelpunkt eines Treffens der Oberhäupter Göttingens und Duderstadt gestanden. Dabei waren sich die Beteiligten einig: Hinsichtlich des Öffentlichen Personennahverkehrs besteht Verbesserungsbedarf.

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Quelle: Eckermann

Duderstadt. Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) nannte als Beispiel die Tageskarte, die bei den Berliner Verkehrsbetrieben für 6,90 Euro gelöst werden könne. Damit sei es möglich „kreuz und quer bis Potsdam“ zu fahren. Ein Einzelfahrschein für einen Erwachsenen von Duderstadt nach Göttingen koste 8,15 Euro – und zurückfahren müsse er auch noch.

„Das ist für den kleinen Mann ein Wahnsinnsgeld“, urteilte Nolte. Göttingens Oberbürgerstermeister Rolf-Georg Köhler pflichtete ihm bei: „Das müssen wir deutlich besser machen“, sagte er. Allerdings gab er zu bedenken, dass günstige Fahrscheine nicht umsonst zu bekommen seien. „Die Gemeinden müssen sich einbringen.“ Nachholbedarf gebe es ebenfalls im Bereich der Internetversorgung.

Die Verkehrsanbindung zwischen den Städten hingegen erreiche mit der Fertigstellung der Ortsumgehungen Waake und Westerode eine neue Dimension, lobte Nolte. Einen Seitenhieb auf die „von den Eichsfeldern schmerzlich vermisste Südumgehung“ erlaubte sich Duderstadts Eherenbürgermeister Lothar Koch (CDU): „In Geismar zieht sich die Tempo-30-Zone unendlich.“ Bei diesem Thema handele es sich – ähnlich wie bei der Frage nach Gewerbeansiedlungen beispielsweise – um Interessenskonflikte, wie sie in der Politik nun einmal beständen, sagte Köhler.

Die Zusammenarbeit zwischen Duderstadt und Göttingen bestehe an vielen Stellen, erläuterte Nolte: Im Präsidium des Städtetages, im Museumsverbund, im Landschaftsverband und den Gebietsrechenzentren sowie  bei Fragen der Regionalentwicklung arbeiteten beide eng zusammen. Im Bereich der Kultur gebe es Pläne, erkläre Nolte und sprach auf das Projekt unter dem Arbeitstitel „Kunstkloster“ an.

Die Kooperation des Ursulinenklosters in Duderstadt mit den Göttinger Theatern und dem Kulturzentrum Musa befinde sich auf dem Weg. Er bat Köhler darum, sich in die 875-Jahrfeier in Tiftlingerode mit einem Ausstellungsstück aus dem Städtischen Museum in Göttingen einzubringen: Dort befindet sich eine aus Tiftlingerode stammende, restaurierte Skulptur des Heiligen Thomas von Aquin.

Er werde nach Möglichkeiten suchen, eine Schau zu ermöglichen, sofern dies finanziell und sicherheitstechnisch möglich sei, kündigte Köhler an.  Seinen Besuch verband der Oberbürgermeister damit, einen Kontakt des Noch-Gänseliesels Alena Koch zum Schützenliesel Franziska Klein herzustellen. Beide demonstrierten die Verbindungslinie zwischen Duderstadt und Göttingen, sagte Köhler: Klein als Pendlerin mit Wohnsitz in Duderstadt, Koch als Eichsfelderin, die in Göttingen lebt. Beide verbänden Heimatverbundenheit mit Flexibilität.

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