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Ohrwürmer zum Mitnehmen

6. Duderstädter Musiknacht Ohrwürmer zum Mitnehmen

Mindestens eines dürfte jeder Besucher der Innenstadt Sonnabendabend – oder Sonntagfrüh – mit nach Hause genommen haben: einen Ohrwurm. Die 6. Duderstädter Musiknacht von Theater- und Konzertvereinigung, Treffpunkt Stadtmarketing und Gastronomen brachte Gaststätten, Straßen und Basilika zum Klingen.

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Rocktail bei der Duderstädter Musiknacht im Backsteinhaus.

Quelle: Richter

Duderstadt. Viele der Songs, die nach diesem Abend im Kopf blieben, stammen aus vergangenen Jahrzehnten. Ein klarer Schwerpunkt der vertretenen Bands lag auf Coversongs, insbesondere von Rock- und Pop-Klassikern. Zu Beatles und Stones tanzten die Gäste beispielsweise im Bistro Manducare, auf dessen Bühne die Call:Boys spielten.

Wenige Meter entfernt wippten Zuhörer zu den Klängen von Jakob Mecke mit. Der Musiker hatte bei diesem ersten kompletten Set, das er in Duderstadt spielte, er nicht nur die Gitarre zur Unterstützung dabei, sondern auch die beeindruckende Stimme von Luisa Weber.

Mit eigenen Stücken und Singer-Songwriter-Songs sorgten sie für eine Menschentraube vor der Trattoria da Sergio. Gleich nebenan: ebenfalls ein Mann mit Gitarre. Im Bistro Sabri präsentierte Thomas Mühlhaus seine Musik – und erfüllte sogar Wünsche: „Was wollt Ihr als nächstes hören?“, fragte er das Publikum im Gastraum und auf den Außenplätzen.

Denn diese waren am sommerlich-warmen Sonnabendabend allesamt besetzt. Davon profitierten – wie alle anderen Musiker und Gastronomen – auch Just Play im Bistro Neptun im Freibad. Zwischen zwei Becken und vor Publikum, das teils in Badekleidung unterwegs war, äußerten die Smooth-Jazz-Musiker ihren Dank für das gute Wetter in musikalischer Weise: „Summertime“, lautete gleich der erste Song ihres Sets. Einer der heißen Kandidaten für den Ohrwurm des Abends bei den Zuhörern.

In ganz Duderstadt laufen die Vorbereitungen für die Musiknacht auf Hochtouren. In der Basilika steht um 18.30 Uhr das erste Konzert des Abends an: Die New Voices of Gospel singen zum Warm-up.

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Ein anderer könnte „California Dreamin´“ gewesen sein. Das Stück von The Mamas and the Papas fand im Laufe des Abends auf mehreren Bühnen Erwähnung. Eine ungewöhnliche Version zwischen Gospel und Rock präsentierten dabei die New Voices of Gospel, die den Abend in der Basilika St. Cyriakus einläuteten.

Ihnen folgten die Big Band des Eichsfeldgymnasiums, der Jugendchor St. Cyriakus und Aida. Die Sängerin dürfte eine der großen Überraschungen des Abends gewesen sein. „Ich bekomme eine Gänsehaut nach der anderen“, kommentierte Musiknacht-Organisatorin Sabine Holste-Hoffmann. Aida singt Bekanntes aus Oper, Musical und Pop – mit einer Tenorstimme, die der Zuhörer wohl kaum einer Frau zuordnen würde. „Bridge over troubled Water“ war eines der Stücke, die nach ihrem Auftritt auf dem Kirchvorplatz gesummt wurden.

Als Abwechslung zur Livemusik, die auch Alexander Hoffmeister & Friends im Halben Mond, die Bluesman-Group und Rocktail im Backsteinhaus, Enzo de Franco bei Finamore und die Meadowbrooks im Elaton spielten, legten im Jamies und im Eichsfelder Hof DJs auf. Während Ni.Tram treibende, rhythmische und minimalistische Tech-House-Sounds auflegte, herrschte im Eichsfelder Hof eine Stimmung zwischen Ballermann und Oktoberfest.

Bis in die Morgenstunden feierten die Besucher, deren Zahl Holste-Hoffmann auf rund 5000 schätzt, auf der Marktstraße, wo Cocktailbars und Bierschiffe aufgebaut waren. Einige von ihnen dürften singend nach Hause gegangen sein. „Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da“, erklang beispielsweise aus Besucherkehlen – wie passend für eine Musiknacht wie diese.

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©Richter