Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Oldtimer-Parade am Rathaus

70 Fahrzeuge Oldtimer-Parade am Rathaus

Erinnerungen an sieben Jahrzehnte Automobilgeschichte hat am Sonntag die dritte Duderstädter Oldtimer-Rallye geweckt. Start und Ziel war erstmals am Duderstädter Rathaus.

Voriger Artikel
Besucherscharen laufen Polizei die Türen ein
Nächster Artikel
Von Kleidung bis Porzellan alles dabei

Benzinhungrige Ami-Schlitten waren bei der dritten Duderstädter Oldtimer-Rallye ebenso vertreten wie deutsche und europäische Modelle .

Quelle: Niklas Richter

Duderstadt. An frühen Morgen gehörte die totenstille Innenstadt noch den Tauben, wenig später steuerten die ersten Veteranen mit Historienkennzeichen röhrend das Rathaus an. Thorsten Feike moderierte den Start der von der Volksbank gesponserten Orientierungsfahrt des Oldtimer-Stammtisches Duderstadt mit viel technischem und zeitgeschichtlichem Detailwissen. Frauen des Oldtimer-Stammtisches hatten sich in Petticoats geschmissen, Organisator Christian Spicka beschränkte den Nostalgie-Faktor auf Hosenträger.

Startnummer Eins hatte das älteste Fahrzeug: ein BMW 328 von 1936, gefahren von Lutz Woick. Der offene Zweisitzer war erstmals 1936 auf dem Nürburgring zu sehen, bis Anfang 1940 wurden nur rund 460 Wagen dieses Typs gebaut. Begehrte Sammlerstücke Geläufiger war der „Brezelkäfer“, der in der Nachkriegszeit die deutschen Straßen bevölkerte. Mit einem Käfer-Cabrio von 1970 dabei war die Duderstädter SPD-Landtagskandidatin Doris Glahn. Nicht nur Käfer aus verschiedenen Jahrzehnten gab es beim Start und Einlauf der Old- und Youngtimer zu sehen. Als Volkswagenmodell vertreten war auch ein T2 von 1970. „Früher war der T2 der Allrounder für Handwerker, Kleinbetriebe und Behörden, heute ist er ein sehr begehrtes Sammlerobjekt“, informierte Feike. Das gelte auch für den Opel Manta, der in den 1990er-Jahren noch für viele Witze habe herhalten müssen und heute gefragt sei. Das Auto seiner Jugend, ein Opel Kadett, begeisterte ihn ebenso wie sein Traumwagen: ein Porsche 911 SC.

„Atemberaubend schön“ gefiel Feike auch ein Citroen D-Special von 1974. Zu den vielen Blickfängen gehörten Ami-Schlitten wie ein Lincoln Continental von 1972 ebenso wie englische Sportwagen. Das Design des von 1968 bis 1976 produzierten Triumph-Roadsters wurde allerdings von dem in Osnabrück ansässigen Karosseriebauer Karmann entwickelt. Der Karmann Gia fehlte bei der Oldtimer-Parade am Rathaus ebensowenig wie diverse Mercedes-Modelle und der Alfa Romeo Giulia, der den Alfisti-Mythos in Deutschland begründete. Christian Spicka vom Oldtimer-Stammtisch ist wieder rundum zufrieden mit der Rallye. Nach der Kreisfusion wurde erstmals der Südharz in die Strecke einbezogen, auch Gut Herbigshagen angefahren. Viele auswärtige Teilnehmer hätten sich über die Fachwerkkulisse in Duderstadt gefreut, die zu den historischen Fahrzeugen gepasst habe. Gewonnen haben die Orientierungsfahrt zwei Mercedesfahrer: Ulrich Bleyer aus Bösinghausen bei den erfahrenen Teilnehmern, in der Einsteigerklasse Lars Wisotzki aus Duderstadt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt

©Richter