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Oldtimer-Show und Toyota MR2-Treffen

Zeitreise durch die Automobilhistorie Oldtimer-Show und Toyota MR2-Treffen

Glänzende Karossen und blitzendes Chrom haben am Sonnabend die Eichsfelder zwischen Ober- und Unterkirche begeistert: Auch Axel Artmann (Text) und Matthias Walliser unternahmen einen Streifzug durch Jahrzehnte der Automobilindustrie.

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Automeile im Schatten der St. Cyriakus-Kirche: Hunderte Eichsfelder bewundern in der Fußgängerzone die im Sonnenschein glänzenden Karossen.

Quelle: MW

Nicht nur für eingefleischte Autoliebhaber war es eine Zeitreise der besonderen Art: Mitglieder des Oldtimer-Stammtischs Duderstadt und Teilnehmer des Toyota MR2-Treffens präsentierten am Sonnabend in der Fußgängerzone automobile Schätze. Ein blank gewienerter Opel Olympia Rekord P1, Baujahr 1959, stand in Sichtweite eines zwölf Jahre jüngeren Jaguar E-Type, nicht weit davon entfernt ließen ein Rambler Revel aus dem Jahre 1967, mehrere Käfer-Varianten und ein Alfa 2000 GTV Bertone die Herzen von Eichsfeldern mit Benzin im Blut höher schlagen. Bei seinem ersten größeren Auftritt in der Öffentlichkeit fand der Oldtimer-Stammtisch Duderstadt große Aufmerksamkeit.

„Wir möchten uns vorstellen und neue Mitglieder gewinnen“, erläuterte Christian Spicka, einer der Initiatoren des Anfang diesen Jahres ins Leben gerufenen Stammtisches. Hierzu treffen sich an jedem letzten Freitag im Monat ab 18.30 Uhr Interessierte im Forsthaus Rote Warte. Spicka war mit einem Käfer aus dem Jahre 1960 in die Fußgängerzone gekommen. Für Gesprächsstoff sorgte der Einradanhänger. Dieser Autoporter, der für eine Nutzlast bis zu 100 Kilogramm ausgelegt ist, kann hochgeklappt und somit vom Fahrzeug transportiert werden.
Ganz andere Modelle konnten Autoliebhaber einige Meter weiter zwischen Rathaus und Oberkirche in Augenschein nehmen. Hier drehte sich zum achten Mal alles um Toyota MR2. Besitzer von 110 Fahrzeugen dieser Marke waren der Einladung des bewährten Organisatoren-Duos Mario Schröter und Benjamin Müller gefolgt.
„Wir werden immer internationaler“, betonte Schröter und verwies darauf, dass auch aus England, Österreich, der Schweiz, Frankreich und den Niederlanden MR2-Anhänger das Eichsfeld angesteuert hatten. „Ein Teilnehmer ist sogar von der 1700 Kilometer entfernten Südspitze Frankreichs angereist.“ Die Veranstaltung solle dazu beitragen, Duderstadt noch attraktiver und nicht zuletzt auch im Ausland noch bekannter zu machen, lautet ein Ziel der Veranstalter.

Zu den Stammteilnehmern bei den jährlichen Treffen gehört der gebürtige Niedersachse Thomas Resch, der mittlerweile im obereichsfeldischen Niederorschel wohnt. „Es gibt nicht viele von diesen Fahrzeugen. Das macht sie so besonders“, sagte der Besitzer eines Modells dieser Baureihe und geriet sofort ins Schwärmen. „Wenn ich aus dem Auto aussteige, muss ich immer noch einen Blick drauf werfen. Dann kommt richtiges Glücksgefühl in mir auf.“

Doch Resch geht es bei den Zusammenkünften in der Brehmestadt keinesfalls nur um Autos. Wichtig ist ihm „auch die Pflege der zahlreichen Freundschaften, die bei diesen Treffen schon entstanden sind.“ Das ist hier wie eine große Familie“, fand ebenso Mitorganisator Benjamin Müller. Auch er muss nicht lange überlegen, was den besonderen Reiz der Baureihe ausmacht. „Der MR2 ist zeitlos. Er wird nie hässlich.“

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