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Olympische Winterspiele der Maximilian-Kolbe-Grundschule in Gerblingerode

Skifliegen wie Severin Freund Olympische Winterspiele der Maximilian-Kolbe-Grundschule in Gerblingerode

Leonie atmet zweimal tief durch und rückt sich die Bommelmütze gerade. Schließlich will die Sechsjährige beim Zieleinlauf des Biathlon-Wettbewerbs gut aussehen. Genau wie die Profis. Und natürlich gibt es bei den Olympischen Winterspielen der Maximilian-Kolbe-Grundschule in Gerblingerode auch gleich ein Interview im Zielbereich.

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Dick eingepackte Winterolympioniken: die Erst- bis Viertklässler der Maximilian-Kolbe-Grundschule in Gerblingerode.

Quelle: Schauenberg

Gerblingerode.  „War gar nicht so anstrengend“, findet Leonie, nachdem sie eine Runde auf rutschigen und viel zu großen Haus(ski-)schuhen mit zwei Geh(ski-)stöckern in der Loipe der Sporthalle unterwegs war und drei Bälle zielsicher durch ein Viereck geworfen hat. Strafrunden? Nichts für den angehenden Wintersport-Star. Die Erstklässlerin lässt sich stattdessen von ihren Mitschülern feiern.

Mit Winterjacke und dicker Mütze bekleidet, kämpfen die Gerblingeröder Grundschüler um olympisches Gold. „Wechseln, wechseln“, wird den Bobfahrern zugerufen. Wer gerade nicht im Schlitten sitzt, auf dem Eis kurvt oder von der Schanze fliegt, feuert kräftig an. So frenetisch, dass sogar eine Trommel kaputt geht, wie der neunjährige Jannis stolz berichtet.

Seit vier Jahren gibt es die Winterspiele in Gerblingerode. Immer parallel zu einem großen Wintersport-Event – aktuell der nordischen Ski-WM im schwedischen Falun. „Der Schulalltag wird bereichert, indem den Kindern die Freude an Bewegung vermittelt wird“, erklärt Schulleiterin Monika Ernst. Cheforganisator, sozusagen der IOC-Präsident der Kolbe-Grundschule, ist Sportlehrer Manfred Eckardt.

„Grundgedanke ist das Vermitteln des olympischen Gedankens. Häufig ist es bei uns so, dass nicht die besten Sportler die Goldmedaille gewinnen, weil auch Cleverness gefragt ist“, sagt Eckardt, während sich neben ihm reihenweise Schüler von der Hauptattraktion der Spiele hinabstürzen: der Skisprungschanze.

„Das ist total cool, dass wir sowas machen“, betont Skispringer Mads, der eigentlich Handballer beim TV Jahn ist. Die Wintersport-Idole der meisten Kinder sind Skispringer. „Richard Freitag ist toll“, sagt Louis, und auch

Mannschaftsolympiasieger Severin Freund steht hoch im Kurs. Ihre Sportart schon gefunden hat die achtjährige Marie: „Mit Mama und Oma gucke ich ganz viel Biathlon. Skifahren kann ich auch schon“ Die Mütze sitzt bereits professionell mit Sponsorenlogo über der Stirn.

Von Rupert Fabig

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