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Oppermann will drei weitere Hundertschaften

Bundespolizeistandort Duderstadt Oppermann will drei weitere Hundertschaften

Der SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzende Thomas Oppermann hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) vorgeschlagen, drei weitere Einsatzhundertschaften der Bundespolizei in Duderstadt zu bilden. Grundlage sind die 3000 zusätzlichen Stellen, die der Bundestag für die Bundespolizei bewilligt hat.

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Übung der Bundespolizei in Duderstadt an einem Bahnwagon.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. „Duderstadt bietet sich für einen weiteren Ausbau an, weil die Beamten von dort aus sehr flexibel eingesetzt werden können“, erklärte der Göttinger SPD-Bundestagsabgeordnete am Donnerstag. Sein Schreiben an de Maizière wurde auch an den Duderstädter Abteilungsführer Martin Kröger weitergeleitet, um seine Truppe darüber zu informieren. Am 4. April will Oppermann vor Ort über die Möglichkeiten eines Ausbaus informieren.

Größere Wertschätzung

Von einer Aufstockung des Bundespolizei-Standortes Duderstadt verspricht sich der SPD-Politiker auch eine Stärkung der Region. Die Bundespolizisten würden in Duderstadt von Bürgern und Verwaltung eine große Wertschätzung erfahren. Der gewachsene Standort sei in der Region stark verwurzelt, feiere in diesem Jahr 60-jähriges Bestehen, sei ein wichtiger Arbeitgeber im Mittelzentrum Duderstadt und seit zwei Jahren auch wieder Ausbildungsstandort.

In seinem Schreiben an den Minister führt Oppermann an, dass die Bundespolizisten aufgrund der strategisch günstigen Lage in der Mitte Deutschlands leicht und flexibel bei Fußballspielen, Castor-Transporten und zur Unterstützung der Polizei in anderen Bundesländern eingesetzt werden könnten.

Zurzeit sei ein Großteil der Beamten regelmäßig auch in Passau bei grenzpolizeilichen Aufgaben und der Kontrolle von Flüchtlingen gefordert. Die Ergänzung um drei zusätzliche Hundertschaften schlägt Oppermann auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Belastung der in Duderstadt stationierten Bundespolizeibeschäftigten vor. In diesem Zusammenhang sei zu prüfen, inwieweit die Infrastruktur des Standortes angepasst werden müsste.

Steigende Herausforderungen

Die 3000 neuen Stellen, die in den nächsten drei Jahren bei der Bundespolizei als Antwort auf steigende Herausforderungen für die innere Sicherheit geschaffen werden sollen, werden von der Gewerkschaft der Polizei begrüßt. Sie könnten aber nur ein erster Schritt sein, um wieder Handlungsfähigkeit zu gewinnen.

Ausbau statt Auflösung

Duderstadt. Zur Bundespolizeiabteilung Duderstadt gehören drei Einsatzhundertschaften und eine Unterstützungseinheit mit Spezialkräften. Abteilungsführer ist seit 2015 Martin Kröger. Am Standort auf dem Euzenberg sind 450 Polizeivollzugsbeamte sowie rund 50 Verwaltungsbeamte, Angestellte und Arbeiter beschäftigt. Hinzu kommt die regionale Bereichswerkstatt als Außenstelle des Bundespolizeipräsidiums mit weiteren rund 50 Mitarbeitern.

Vor der Jahrtausendwende stand der Standort Duderstadt auf der Kippe, sollte in Zuge einer Bundesgrenzschutz-Reform nur befristet und mit verminderter Stärke erhalten bleiben. Nach Jahren der Ungewissheit, Protesten und Unterschriftenaktion verkündete 2002 der damalige Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) im Kreis der auf dem Euzenberg angetretenen Hundertschaften, dass der Standort erhalten bleibe.

Die Erleichterung im Eichsfeld war riesig. In den vergangenen Jahren wurde eine zweistellige Millionensumme in Duderstadt investiert. Unter anderem wurden die Sporthalle und die Heizungsanlage erneuert, Gebäude saniert, ein Trainingszentrum und zuletzt für Bereichswerkstatt eine Wasch- und Inspektionshalle geschaffen. ku

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