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Optimismus überwiegt bei Entscheidern

Forum Eichsfeld Optimismus überwiegt bei Entscheidern

Entscheider aus Unternehmen und Verbänden haben am Mittwoch beim Forum Eichsfeld über Entwicklungen in ihren Branchen gesprochen. Im Gespräch mit Tageblatt-Chefredakteur Uwe Graells äußerten sie sich in der  Hauptstelle der Sparkasse Duderstadt auch zu gesellschaftspolitischen Themen.

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Malte von Tiesenhausen dokumentierte als Graphic Recorder die Podiumsdiskussion beim Forum Eichsfeld.

Quelle: Richter

Duderstadt.

„Die Auftragsbücher sind gut gefüllt“, sagte Thilo Diedrich, Zimmerermeister und stellvertretender Kreishandwerksmeister und berichtete von einem „sehr guten Jahr“ für die Baubranche. In den Flüchtlingen sieht er „eine riesige Chance“. Die Integration entsprechender Fachkräfte könne die gesamte Wirtschaft voranbringen. Diedrich hofft, dass die Imagekampagne des Handwerks das Interesse an einer Tätigkeit in dieser Branche erhöht.

„Wir haben mit der Diskussion um die Fußgängerzone keinen Glücksgriff getan bei der Themenauswahl in Duderstadt“, sagte Hubertus Werner rückblickend auf 2015. Erfreuliches vermittele das Einzelhandelsgutachten, wonach „wir die Zentralität verbessert haben und die Kaufkraftbindung gestiegen ist“, so der Vorstandsvorsitzender des Treffpunkt Stadtmarketing. Kunden wanderten weniger ins Internet ab, sondern wollten stattdessen beraten werden, Produkte sehen und anfassen. Dies eröffne „gute Chancen für den stationären Handel“.

Von einer „positiven Entwicklung“ in 2015 berichtete Karsten Ley, zuständig für das soziale Engagement bei Ottobock. „Wir müssen auch in Zukunft viel für dieses Wachstum tun“, so Ley, der auf die Abhängigkeit von Faktoren wie der Weltwirtschaft verwies. Der Börsengang sei „eine ganz normale Unternehmensentwicklung“, andere Firmen mit ähnlicher Dynamik agierten genauso. „Wenn sie 2020 an der Konzernzentrale vorbeifahren, wird sie morgens immer noch ein Paralympicsportler anlachen und das Ottobock-Schild wird immer noch leuchten, vielleicht noch ein bisschen strahlender als jetzt“, betonte Ley.

„Wir sind gefordert, unsere christlichen Werte mit Professionalität und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen“, betonte Ralf Regenhardt, Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Stadt und den Landkreis Göttingen. Ein Projekt in 2016 sei der Bau einer Tagespflegeeinrichtung mit 20 Betreuungsplätzen für ältere, pflegebedürftige Senioren in Gieboldehausen. Flüchtlinge böten die Chance, „die alternde Industriegesellschaft Deutschlands zukunftsfähiger zu gestalten“.

Auf eine „angespannte Lage“ der landwirtschaftlichen Betriebe hat Kreislandwirt Hubert Kellner hingewiesen. „Wir haben Einbrüche bei der Milch, beim Ackerbau und bei der Veredelung“.Weh tue das Auslaufen der Milchquote und die Tatsache, „dass die Russen keine Agrargüter mehr vom europäischen Markt ordern“. Nach sieben mageren würden wieder sieben fette Jahre folgen, machte er Mut.
In der Suche nach Mitarbeitern sieht Hotelier Franz-Josef Otto eine Herausforderung. Wichtig sei es, dass die Branche ein besseres Ansehen erhalte. Für die Integration von Flüchtlingen in die Betriebe seien die Regularien noch nicht genau festgelegt. Otto: „Im globalisierten Zeitalter haben wird die Aufgabe, dafür zu sorgen, die Menschen zu integrieren.“

Von Axel Artmann

Graphic Recorder dokumentiert Diskussion

Mit handskizzierten Bildern und Texten, erstellt per Stift auf einem Tablet, hat Malte von Tiesenhausen als Graphic Recorder die Podiumsdiskussion beim Forum Eichsfeld dokumentiert. Subjektiv ausgewählte Inhalte der Gespräche verwandelte er blitzschnell in Bilder und Wörter. Durch Einblendungen auf einer Leinwand hinter den Diskutanten konnten die 270 Gäste die Arbeit des 36-Jährigen verfolgen.
Der Graphic Recorder ist ein stiller Begleiter. Von Tiesenhausen stand stets am Rande und grifft nie in den Diskussionsprozess ein. „Ich höre zu, suche wichtige Punkte heraus“, sagte der Gast. Hatte er etwas aus seiner Sicht Bedeutendes gehört, setzte er die Arbeit an dem Werk fort. Die Besucher staunten, wie es ihm gelang, verschiedene Themen und Inhalte zu verknüpfen. art

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©Richter