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Orgel in Germershäuser Wallfahrtskirche wird saniert

Spenden und Zuschüsse Orgel in Germershäuser Wallfahrtskirche wird saniert

Zwei Jahre hat das Germershäuser Wallfahrtsteam Spendengelder gesammelt, nun ist der Auftrag für die Sanierung der Krell-Orgel erteilt worden. Im kommenden Frühjahr wird die Firma Krawinkel aus Höxter, die im Herbst 2013 mit Kosten in Höhe von 25 000 Euro das günstigste Angebot vorlegte, die Arbeiten durchführen.

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Mit Spenden-Barometer: Alfons Knöchelmann, Cornelia Kurth-Scharf, Maria Bode und Brunhilde Mente (v. l.).

Quelle: Richter

Germershausen. Zehn bis zwölf Wochen hat das Unternehmen angesetzt, um das gesamte Pfeifenwerk und alle Rastbretter auszubauen. Die Pfeifen aus Metall und Holz sowie die Zungen werden wieder hergerichtet. Die Firma demontiert Teile des Spieltischs, um die Tastendruckfilze und Waagebalkenscheiben zu erneuern.

Die Registerschaltungen sind zu reparieren. Zurzeit sind sie undicht, was die Orgel beim Spielen merkwürdig zischen lässt. Die Windanlage muss geprüft, und die Blasebälge müssen erneuert werden.

„Wir hoffen, dass nicht noch verborgene Schäden zu Tage treten“, erklärt Cornelia Kurth-Scharf vom Wallfahrtsteam. Die sechköpfige Gruppe, die sich seit 2006 für das Pilgerwesen engagiert, hat seit Ende 2012 auf Bitten des damaligen Pfarrers, Augustinerpater Rudolf Götz, Spendengelder eingeworben. Vom Bistum gab es keinen Cent.

Die Sparkasse und das Bonifatiuswerk gewährten Zuschüsse. Das meiste Geld aber kam von Privatleuten. Insbesondere die Wallfahrer ließen sich nicht lange bitten. „Den Eichsfeldern liegt etwas an Germershausen“, freut sich Kurth-Scharf.

Orgel pfeift aus dem letzten Loch

Die Orgel, die 1996 das letzte Mal gesäubert worden ist, pfeift gegenwärtig aus dem letzten Loch. Weil eine ganze Reihe von Pfeifen gar nicht mehr funktionieren, muss der Organist das Instrument gut kennen, um ihm überhaupt noch Melodien zu entlocken. Eigentlich müsste auch die nachträglich aufgetragene Farbe entfernt werden. Das würde den Klang voller machen. Kosten: weitere 20 000 Euro. Davon wagen die Germershäuser derzeit nicht einmal zu träumen.

Die Wallfahrtskirche, die in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert hat, verfügte zunächst über keine Orgel. Sie erhielt erst 1910 ein solches Instrument aus der Duderstädter Werkstatt Louis Krell, die in der Haberstraße ansässig war.

Das Wallfahrtsteam macht darauf aufmerksam, dass die Kirche tagsüber geöffnet ist. Immer wieder schauen Christen vorbei, beten und entzünden Kerzen an der Madonna. Maria aus der Wiese, wie die Figur heißt, ist der Legende nach einst von einem Schäfer unter wundersamen Begleitumständen in einem hohlen Baum entdeckt worden.

Von Michael Caspar

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