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Ortsrat Duderstadt Bauvorhaben

Wohnen am Wall Ortsrat Duderstadt Bauvorhaben

Am südlichen Duderstädter Wall gegenüber der Feilenfabrik könnten in wenigen Jahren Gebäude entstehen. Dafür haben die Ratsmitglieder des Ortsrates nach einer kontroversen Diskussion mit einer knappen Entscheidung den Weg freigemacht. 20 bis 30 Wohneinheiten veranschlagt die Vorlage.

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Soll künftig Baugebiet werden: Arreal am Duderstädter Wall.

Quelle: Richter

Duderstadt. Derzeitig werde an eine Wohnbebauung mit möglicherweise vier Gebäuden mit etwa 25 Wohnungen gedacht, so die Umschreibung der Beschlussvorlage der Stadtplaner der Stadt Duderstadt. „Finger weg“, so Thomas Rössing-Schmalbach (CDU), äußerten viele Bürger, die Bedenken gegen die Wohnbebauung am Wall hätten.

„In meinen Augen wird hier eine No-go-Area hier aufgeweicht“, sagte der Fraktionsvorsitzende. Jochen Mitschke (Grüne) habe hingegen nichts gegen eine Bebauung einzuwenden. „Grundsätzlich ist das besser, als ein neues Baugebiet auf der grünen Wiese“, fand Doris Glahn.

Zugleich schränkte die SPD-Fraktionsvorsitzende jedoch ein, dass der Wohnungsbau nicht das Stadtdenkmal beschädigen dürfe: Das ehemalige Hellwig-Areal ist Bestandteil der historischen Wallgärten. Es gehe doch erst einmal darum, so Glahn, den Weg frei zu machen und später neu zu entscheiden. Auf dem Gebiet befinde sich unter anderem der Mitarbeiterparkplatz der Sparkasse.

Stadtplaner Rudi Wengerek erläuterte den Ratsmitgliedern das mögliche Vorgehen. Eine Machbarkeitsstudie und ein städtebaulicher Wettbewerb stünden vor einem Bebauungsplan, so Wengerek. Die Stadtverwaltung und der mögliche Investor erörterten bereits mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege die denkmalpflegerischen Rahmenbedingungen einer möglichen Umsetzung.

Anders als das bereits durch Parkplätze „vorbelastete Areal“ (Wengerek), blieben die beiden östlichen davon gelegenen Wallanlagen links und rechts der Steintorstraße davon unberührt. Wie könnten die Häuser gebaut werden? Ragten die einzelnen Gebäude über die Baumspitzen des Walls hinauf? Bliebe der Blick frei auf die rote Dachschindelsilouette der Duderstäder Innenstadt? Zudem böte das Gelände deutlich mehr bebaubare Fläche als nur für vier Gebäude.

Auch vielen Ortsratsmitgliedern schien die Entscheidung fraktionsübergreifend schwer: Nur fünf stimmten für den Beschluss, zwei dagegen, sieben Mitglieder enthielten sich sogar ihrer Stimme. „Ich kann verstehen“, so Wengerek, „dass man sich mit so einer Entscheidung schwertut - aber wenn, dann muss das gut sein.“ Schließlich müssten künftige Generationen Duderstädter Jahrhunderte damit leben.

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