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Ottobock-Azubis helfen Peter Maffay Perspektiven für Radeln zu schaffen

Hilfe für rumänisches Dorf Ottobock-Azubis helfen Peter Maffay Perspektiven für Radeln zu schaffen

Hans Georg Näder, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Ottobock, nennt es das „Herzensprojekt“ seines guten Freundes Peter Maffay. Der engagiert sich seit 2009 mit verschiedenen Projekten im rumänischen Dorf Radeln, deren Mittelpunkt das Tabalugahaus für traumatisierte Kinder ist.

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„Ich komme halt vom Land“: Ottobock-Chef Hans Georg Näder (rechts) hat kein Problem damit, sich beim Pflanzen mit Peter Maffay und den Azubis die Schuhe schmutzig zu machen.

Quelle: Heine

Radeln/Duderstadt. Maffay möchte im sehr armen Radeln aber keine privilegierten Inseln erschaffen, weshalb er mittlerweile auch daran arbeitet, den Dorfbewohnern selbst unter die Arme zu greifen. Ein Beispiel dafür ist die von Ottobock gestiftete mobile Saftpresse, die in der vergangenen Woche von Näder, Maffay und einer Gruppe aus Ottobock-Azubis eingeweiht worden ist.

Die jungen Auszubildenden sind aber nicht allein für die feierliche Übergabe ins rund 1500 Kilometer entfernte Radeln gereist. Sie haben mit Unterstützung des Seulinger Forstunternehmens Denecke 300 Apfelbäume verschiedener Sorten gepflanzt, die die lokalen Obstbestände in der Zukunft ergänzen sollen.

Mit der neuen Presse können die in Saft verwandelt werden, der selbst getrunken oder verkauft werden soll. Allein bei der ersten Pressung wurden 900 Liter Saft gewonnen, eine Aufgabe, die nicht zuletzt auch einen zusätzlichen Arbeitsplatz im strukturschwachen Dorf schafft.

Freiwilliger Einsatz der Azubis

Näder und Karsten Ley, Leiter der Unternehmenskommunikation, waren vom freiwilligen Einsatz der Azubis begeistert. Auch Maffay lobte ihren Tatendrang: „Ihr seid Vertreter einer Geisteshaltung und Philosophie der Nächstenliebe. Ich hoffe, dass ihr von dieser wunderschönen Gegend hier viele Erinnerungen nach Hause mitnehmt“, so Maffay bei der symbolischen Pflanzung des 300. Baums.

Für den Musiker ist die Region etwas Besonderes, da er als Peter Alexander Makkay im nicht weit entfernten Kronstadt geboren wurde. Seine Arbeit hier bringt ihn mit seinem Heimatland in Verbindung, in dem seine Familie unter dem Ceaușescu-Regime zu leiden hatte.

Die Peter-Maffay-Stiftung hat mit anderen Partnern nicht nur das Kinderhaus, sondern auch einen Erlebnisbauernhof, ein Ärztehaus und eine Unterkunft für Handwerker und freiwillige Helfer ermöglicht. In Planung befinden sich eine Kindertagesstätte, eine Autowerkstatt und ein Kulturhaus. Und es wird daran gearbeitet, die rund 600 Einwohner mit keimfreiem Trinkwasser zu versorgen.

„Keine Verträge, nur Commitment“

Mit diesen Maßnahmen soll das Leben im Dorf verbessert werden. „Eigentlich ist unsere Stiftung auf die Arbeit mit Kindern ausgelegt, aber wir können nur erfolgreich sein, wenn wir die Leute vor Ort mitnehmen“, sagt Maffay. „Aber das ist ein Lernprozess, dem wir uns gern stellen.“

Dass die Kooperation mit Ottobock reibungslos klappt, ist der Freundschaft zwischen Maffay und Näder geschuldet. „Keine Verträge, nur Commitment“, bringt Näder die karitative Zusammenarbeit auf den Punkt.

von Jonas Rohde

In Kürze erscheinen eine Sonderseite, Videos und eine Bildergalerie zum Dorf Radeln und dem Azubi-Projekt.

 

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