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Papst gewährt Ehrentitel: St.-Cyriakus-Kirche Duderstadt ist Basilika

Erhebung Papst gewährt Ehrentitel: St.-Cyriakus-Kirche Duderstadt ist Basilika

Die Duderstädter Propsteikirche St. Cyriakus ist am Sonnabend mit einem Pontifikalamt zur Basilica minor erhoben worden. Erst im Mai hatte der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle der Kongregation für Gottesdienst und Sakramentenspendung in Rom die Bitte um Erhebung vorgetragen.

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Quelle: Richter

Duderstadt. "Wir sind hier eine Außenstelle vom Petersdom“, sagte Propst Bernd Galluschke. Der Ehrentitel wurde von Papst Franziskus gewährt. Ungewöhnlich rasch sei die Entscheidung in Rom gefallen, die Duderstädter Kirche, in der Umgebung ohnehin als Eichsfelder Dom bekannt, zur Basilica minor zu erheben. „Wir hatten bisher mit St. Godehard in Hildesheim und St. Clemens in Hannover zwei Basiliken. Nun haben wir drei im Bistum“, freute sich Bischof Trelle.

Messdiener, Schützen, Feuerwehr und Kolping-Fahnenträger, drei Pröpste, ein Superintendent, zahlreiche katholische Priester und die beiden Pastorinnen Duderstadts zogen mit dem Bischof durch das Hauptportal von St. Cyriakus. Dort weihte er zu Beginn die Fußbodenplatte in der Vorhalle mit Papstwappen und der Gravur „Basilica minor“.

„Wir sind hier in besonderer Weise mit dem Papst in Rom verbunden“, sagte Trelle. Verbundenheit meine jedoch keinen Personenkult und heiße zugleich, sich lokal, aber auch weltweit zu öffnen. Der Hildesheimer Bischof wies darauf hin, dass die katholische Kirche von langen Traditionen lebe. So gehören zu den Insignien einer erhobenen Basilica minor ein Tintinnabulum, eine kleine Glocke, die an ein Conopeum, einem runden Stoffbaldachin für Prozessionen befestigt werden könne.

Propst Galluschke bekam als Pfarrer der Basilika zudem eine Mozetta, ein Schulterkragen mit roter Paspellierung. Über dem Hauptportal brachte die Feuerwehr das Papstwappen von Franziskus an.

„Bei Gott“, predigte Trelle vor mehr als 700 Gläubigen im Pontifikalamt, „ist nichts unmöglich.“ Der Gedanke zur Erhebung sei spontan enstanden.

2011 weihte Bischof Trelle die neuen Glocken von St. Cyriakus. Im Anschluss fiel in einem Gespräch der Gedanke, die Oberkirche zur Basilika zu machen. Trelle sagte seine Unterstützung zu. Die Kirchengemeinde diskutierte, arbeitete einen langen Fragebogen aus. Penibel wollte die Vatikan-Kongregation eine Auflistung haben. Welche Bedeutung und welche Kirchenschätze habe St. Cyriakus, wie gestalte sich das liturgische Leben oder das caritative Engagement? Der Bischof trug dann den Eichsfelder Wunsch in die Deutsche Bischofskonferenz, berichtete Propst Galluschke.

„Vom Ziel her sehe ich unsere Aufgabe darin, für die Einheit zu sorgen. Die kirchliche und die aller Menschen“, betonte der Galluschke, zugleich Dechant des Untereichsfeldes und Bischöflicher Kommissarius. Dass die Erhebung am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit stattgefunden habe, hält er für eine Fügung. Der Entscheid des Vatikans datiere auf den 17. Juni, dem früheren westdeutschen Einheitstag, das Dekret auf den 9. November 1989.

Von Gunnar Müller

aktualisiert am Sonntag,4. Oktober, 12.20 Uhr

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