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Party am Grenzstreifen in Teistungen

Ober- und Untereichsfelder feiern gemeinsam Party am Grenzstreifen in Teistungen

Partys und ein Einheits-Bürgerfest haben am gesamten Wochenende das Gelände des Grenzlandmuseums Teistungen belebt. Etliche tausend Bürger aus Ost und West feierten damit den 25. Jahrestag der Deutschen Einheit in der Nähe des früheren Todesstreifens.

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Gedenk- und Feierstätte.

Quelle: Müller

Teistungen. „Wir haben zwar den Auftrag, Mahn- und Gedenkstätte zu sein“, sagte Horst Dornieden. Aber an besonderen Tagen dürfe auch einfach der Spaß im Vordergrund stehen. Für den Co-Vorsitzenden des Museumsträgervereins und Ortsbürgermeisters von Teistungen stand fest, dass die Einheitsparty nur am authentischen Ort sein dürfe.

Am Sonnabend und Sonntag war das Grenzlandmuseum Dreh- und Angelpunkt der Feierlichkeiten und bot Führungen für viele hundert Besucher an. „Ich habe die Grenze das erste Mal mit 27 Jahren aus der Nähe gesehen“, sagte der Worbiser Ludger Windolph. Heute arbeitet Windolph an der Bildungsstätte und gibt Interessierten Auskunft, auch über seine persönlichen Momente, als die Grenze fiel.

Als Sonnabendnacht im Festzelt die Jugend aus dem Ober- und Untereichsfeld Party machte, leuchteten am Berg hinter dem Museum die Laternen der ehemaligen Grenzsicherung und zogen wie eine Perlenschnur ein Stück Grenze nach. „Wir hatten keine Flucht im Sinn“, so Windolph, „wohl aber den Gedanken, wie wir diese Grenze überwinden.“

Heute erwache zum Glück die Neugier wieder. Wenn Partys am Grenzlandmuseum junge Leute ansprächen, sie sich dadurch fragten, was hier geschehen sei, hätte das Einheitsbürgerfest wichtige Denkanstöße gegeben.

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©Richter