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Pastor Wurm: Startschuss nach „exzeptioneller Einzelspende“

Näder ermöglicht Sanierung von St. Servatius Pastor Wurm: Startschuss nach „exzeptioneller Einzelspende“

„Kirchensanierung 2010 ermöglicht durch Hans Georg Näder“ – so steht es nun im zentralen Chorfenster der St. Servatiuskirche unter dem Bildnis des Gekreuzigten. In Glas gefasst und verewigt ist somit der Beitrag des Otto-Bock-Chefs und Mitglieds der evangelisch-lutherischen Gemeinde Duderstadts zur laufenden Wiederherstellung des Gotteshauses.

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„Verpflichtung einer gebildeten Gesellschaft“: Pastor Karl Wurm (M.) dankt Hans Georg Näder (l.) für die Spende zur Kirchensanierung.

Quelle: AT

Näder habe mit seiner Spende die Sanierung seiner Heimatkirche St. Servatius in die Wege geleitet, erklärte Pastor Karl Wurm in einer Feierstunde.

Für rund eine Million Euro wird das Gotteshaus seit September 2009 in drei Bauabschnitten saniert. Näder hatte im Jahr zuvor die Finanzierung des ersten Bauabschnitts in Aussicht gestellt und so die Gesamtmaßnahme ermöglicht. „Dieser Kostenanteil ist außerordentlich hoch. Wie hoch, sage ich an dieser Stelle nicht“, sagte Wurm. Nach Tageblatt-Informationen übernimmt Näder rund ein Viertel der Gesamtkosten.

Im Eichsfeld setze sich jeder für das Gemeinwohl ein, begründete der Otto-Bock-Chef seine Spende. Dieses Bekenntnis stellte Näder der aktuellen Diskussion um Großspenden reicher Geschäftsleute in den USA gegenüber: „Wir in Duderstadt haben uns schon immer engagiert – jeder nach seinen Möglichkeiten.“

Zur Feierstunde waren Vertreter aus Politik und Verwaltung, der beteiligten Firmen und der Kirchen in die St. Servatiuskirche gekommen. Vor diesem Kreis sagte Wurm: „Wichtige Baudenkmäler zu erhalten zählt zu den bleibenden Verpflichtungen einer gebildeten Gesellschaft.“ Bei der Aufgabe, Kirchengebäude zu bewahren, hätten die Kirchen die Unterstützung staatlicher Stellen, von Städten und Gemeinden, Stiftungen, Firmen und durch die Spenden der Mitglieder. Dabei sei die „wahrlich exzeptionelle Einzelspende“ Näders etwas ganz Besonderes und Großartiges. Um das zu würdigen, habe er die Idee mit dem Namen im Chorfenster gehabt, so Wurm. „Vom Kirchenschiff aus kann man ihn ja gar nicht sehen, was wiederum zur christlichen Demut passt“, so der Pastor. Das Chorfenster ist hinter dem Altar verborgen.

Derzeit läuft der zweite Bauabschnitt der Sanierung von St. Servatius. Mit Abschluss des dritten Bauabschnitts und der Gesamtmaßnahme rechnet Wurm im kommenden Jahr.

Von Ulrich Lottmann

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