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Patientenfürsprecher treten Ehrenamt an

St. Martini Patientenfürsprecher treten Ehrenamt an

Sie übernehmen eine Mittlerrolle zwischen Patienten, Angehörigen und dem Duderstädter Krankenhaus St. Martini: Als Patientenfürsprecher haben Ulrich Sommer und Bertil Holst am Donnerstag dieses Ehrenamt angetreten.

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(v.l.) Markus Teichert, Udo Isecke, Sr. Carola, Bertil Holst, Ulrich Sommer, Markus Kohlstedde.

Quelle: Thiele

Duderstadt. „Das ist eine Bereicherung für unser Haus“, sagte Hausoberin Schwester Carola Brun bei der Einführung. Das Amt passe zu den Überzeugungen des Namenspatrons Vinzenz von Paul, der sich konsequent für die Menschen eingesetzt habe, „die selber dazu nicht in der Lage oder in Not waren“.

In anonymisierter Form

„Als unabhängige Vertreter der Patienteninteressen tragen wir als weitere Säule neben dem Qualitäts- und Beschwerdemanagement des St.-Martini-Krankenhauses zur Qualitätssicherung bei“, erklärt Sommer. „Wir unterliegen der Schweigepflicht, von der nur die Patienten uns entbinden können“, ergänzt Holst.

Wenn es nicht anders vom Betroffenen verfügt werde, würden alle zugetragenen Informationen „in anonymisierter Form an die Krankenhausleitung weitergeleitet und für Verbesserungen genutzt“. Die Patientenfürsprecher hätten jederzeit Zugang zur Leitung und zum Qualitätsmanagement des Hauses.

Geschäftsführer Markus Kohlstedde begrüßt das ehrenamtliche Engagement der beiden bekannten Eichsfelder: „Wir finden es wichtig, Patienten und Angehörigen neben unserem regulären Qualitäts- und Beschwerdemanagement einen unabhängigen und unparteilichen Ansprechpartner bieten zu können.“ Dies baue Hemmschwellen ab „und hilft uns, unsere Qualität zu sichern.“

Sprechzeiten

Sprechzeiten sind donnerstags zwischen 14 und 16 Uhr im Raum C-004a im Eingangsgbereich des Krankenhauses.

Der Auffassung schließt sich auch der Ärztliche Direktor Dr. Udo Iseke an: „Durch unsere flächendeckend genutzten Patientenfragebögen und guten Bewertungen von externen Patientenbefragungen gewinnen wir ein regelmäßiges Feedback unserer Patienten, anhand derer wir Optimierungen vornehmen können.“

Seiner Erfahrung nach würden sich auch immer mehr Menschen trauen, „offen anzusprechen, wenn Ihnen etwas nicht gefällt“. Mit den Patientenfürsprechern würde eine Ansprechmöglichkeit für all diejenigen geschaffen, „die sich bisher nicht getraut hätten, uns anzusprechen“.

Pionierarbeit beim Aufbau

Beide Patientenfürsprecher würden über ein breit gefächertes Spektrum an Qualifikationen verfügen und sich seit Antritt des Ruhestandes vielfältig ehrenamtlich engagieren. Der 67-jährige Sommer ist Regierungsdirektor im Ruhestand. Bis 1991 war der gebürtige Duderstädter bei der Niedersäschsischen Finanzverwaltung tätig, 1992 wurde er Prodekan und Dozent der Fachhochschule Steuerverwaltung in Sachsen-Anhalt und anschließend Dozent an der Hochschule Harz in Wernigerode.

Der 66-jährige Diplom-Sozialpädagoge Holst, der seit Herbst 2014 im Ruhestand ist, kam 1979 zum Caritas-Verband Göttingen, baute dort eine Suchtberatungsstelle auf. Als Geschäftsführer und Vorstand des Caritas-Verbandes leistete er Pionierarbeit beim Aufbau von Beratungsstellen und Sozialstationen sowie des Lorenz-Werthmann-Hauses.

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©Richter