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Peter Altmaier zu Besuch im Eichsfeld

Schlachteessen Peter Altmaier zu Besuch im Eichsfeld

„Ich habe mich mit dem Rücken an der Wand am Büro von Angela Merkel vorbeigeschlichen und mich durch Schnee und Regen gekämpft“, erzählte Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) von den „Mühen“, die er auf sich genommen hatte, um am Schlachteessen der Mittelstandsvereinigung (MIT) Eichsfeld teilnehmen zu können.

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Zum Schlachteessen der Mittelstandsvereinigung (MIT) im Eichsfeld: Peter Altmaier

Quelle: dpa

Birkungen. Wie in jedem Jahr hatte der Bundestagsabgeordnete Manfred Grund (CDU) nicht nur einen prominenten Redner eingeladen, sondern auch den Vertreter eines Landes, das sich in diesem Rahmen präsentierte.

So lud der Gesandte Botschaftsrat Ashot Smbatyan die rund 500 Gäste in der Festhalle ein, sein Heimatland Armenien zu besuchen. „2010 haben wir die visafreie Einreise von EU-Bürgern eingeführt.“ Er berichtete von der positiven Entwicklung, die Armenien genommen hat: „Zunächst geriet unsere junge Republik nach dem Zusammenbruch der UdSSR in eine Krise.

Aber seit 1997 können wir wieder ein Wirtschaftswachstum verzeichnen. 2001 schrieben wir zweistellige Wachstumszahlen und fünf Jahre danach hatten wir die Zahlen von 1988 wieder erreicht.“ Das Land werde den eingeschlagenen Weg der Demokratisierung fortsetzen.  

Im Anschluss bedankte sich der neue Thüringer CDU-Vorsitzende Mike Mohring bei den Eichsfeldern, die über die ganzen Jahre eine Hochburg der Christdemokraten gewesen seien und auch diesmal wieder für die besten Einzelergebnisse im Freistaat gesorgt hätten. Er kritisierte die neue Landesregierung:

„Eine Koalition der Verlierer, von denen keiner seinen eigenen Wahlkreis gewonnen hat.“ Nicht einmal Bodo Ramelow habe die Legitimation seiner Nachbarn erhalten. Diese hätten Marion Walsmann gewählt, die ebenfalls als Gast beim Schlachteessen in Birkungen weilte.

„Da kann sich Sigmar Gabriel anstrengen, wie er will. Er hat keine Chance“

Nicht ganz so scharf ging Altmaier auf die rot-rot-grüne Koalition in Erfurt los. Er formulierte lediglich eine Bitte an die neue Landesregierung: „Bitte sorgen Sie dafür, dass die Erfolgsstory in Thüringen nicht abreißt. Die Interessen des Landes müssen vor den Interessen der Parteien stehen.“ Darüber hinaus wusste der Minister in seiner Rede das Publikum zu unterhalten.

Natürlich habe ihn die Kanzlerin erwischt, bei seinem Versuch sich rauszuschleichen, hätte ihm aber viel Spaß gewünscht: Schließlich könne er sich dann ja mal wieder richtig satt essen. „Ich bin mit Sicherheit nicht der wichtigste Minister ihrer Regierung, aber seit zwei Jahren der gewichtigste“, erklärte er. „Da kann sich Sigmar Gabriel anstrengen, wie er will. Er hat keine Chance.“

Der traditionelle MIT-Jahresauftakt hatte auch in diesem Jahr mit der Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden Peter Heimbs begonnen, der in seiner Ansprache die Bedeutung der Änderungen im Rentenrecht für den Mittelstand erläuterte: „Der vorzeitige Ruhestand nach 45 Arbeitsjahren im Alter von 63 Jahren bedeutet gleichzeitig den Verlust von qualifizierten Arbeitskräften, die nicht nachwachsen.“

Von Rüdiger Franke

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