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Prozession zum Hagelkreuz

Nesselröden Prozession zum Hagelkreuz

In wochenlanger ehrenamtlicher Arbeit haben Mitglieder des Ortsheimatpflegeteams und der Feldmark-Interessentenschaft Gemeinde das Hagelkreuz und den umliegenden Bereich neu gestaltet. Am Sonntag, 23. April, soll es geweiht werden.

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Hagelkreuz

Quelle: Schauenberg/Archiv

Nesselröden. In einer Prozession wollen die Mitglieder der Pfarrgemeinde St. Georg zum Hagelkreuz ziehen. Beginn ist um 16 Uhr an der Kirche, der Schlusssegen wird am Pfarrheim gegeben. Im Anschluss an die Prozession soll es ein Grillfest im Pfarrgarten geben.

Im Hinblick auf das 300. Jubiläum des Gelöbnisses 2018 sei das Hagelkreuz in den vergangenen Wochen von rund zehn aktiven Ehrenamtlichen umfänglich renoviert worden, teilt Jutta Becker, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, mit. "Ein Maler hat Kreuz und Korpus aufgearbeitet und neu gestrichen, berichtet sie. Für die Restauration hatten Helfer das Kreuz abgenommen und entfernt. Nun befinde es sich wieder an seinem angestammten Platz und sei bereits vor der Prozession am Sonntag zu einer "Pilgerstätte für Menschen aus dem Ort" geworden, so Becker.

Auch das Umfeld sei neu gestaltet worden, berichtet die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates. So seien Bäume und eine Schutzhecke gepflanzt worden, außerdem ein Bereich gepflastert. Noch fehlten die Bänke, die den Blick in die Harzregion ermöglichen sollen, wenn Wanderer später einmal darauf verweilen.

Die Arbeiten seien die ersten Vorboten auf „300 Jahre Gelöbnis“, erklärt Becker. Zwar gebe es keine schriftlichen Zeugnisse über ein genaues Datum, aber Ortsheimatpfleger Josef Engelke habe in einem Kirchenbuch aus Tiftlingerode Hinweise auf ein schlimmes Hagelunwetter 1718 gefunden, bei dem es zu Überschwemmungen und in der Folge zu einer Hungersnot gekommen sein soll. Die Gemeinde habe sich daraufhin entschieden, ein Gelübde mit öffentlichen Bittgebeten abzulegen und Prozessionen durch die Felder zu unternehmen, damit Gott Unheil gegen die Nesselröder abwende. 1752 sei ein Mainer Kreuz an seinen Ort gekommen, das der Volksmund "Hagelkreuz" nennt.

1950 nahm der damalige Gemeinderat das Kreuz in das Dorfwappen und das Gemeindesiegel auf - und bis heute wird dorthin gepilgert. So soll es auch am Sonntag wieder sein. "Pfarrer Georg Velooparampil wird das Hagelkreuz in seiner Andacht segnen und einweihen", kündigt Becker an.

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Von Redakteur Nadine Eckermann

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