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Pfarrzentrum auf Prüfstand

Kooperation Pfarrzentrum auf Prüfstand

Eine Projektgruppe will neue Wege zur Zukunftssicherung des sanierungsbedürftigen Pfarrzentrums in Tiftlingerode ausloten. Angedacht ist die Weiterentwicklung zu einem Gemeindezentrum als Gemeinschaftsaufgabe von Kirche, Kommune und Vereinen.

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Bedarf
dringend der Sanierung: Das Tiftlingeröder Pfarrzentrum.

Quelle: Oliver Thiele

Tiftlingerode. Allein die Behebung der Feuchtigkeitsschäden im Pfarrzentrum würde 60 000 Euro kosten. Mit den Sanierungs- und Modernisierungsvorschlägen der Kolpingfamilie könnten die Kosten auf bis zu 200 000 Euro anwachsen. Auf der Wunschliste stehen Toilettensanierung, Barrierefreiheit, Küchenerweiterung, Raumteiler, ganzjährige Terrassennutzung und energetische Sanierung für das 1982 erbaute Pfarrzentrum.

Derzeit ist aber nicht einmal die Trockenlegung finanzierbar, und vom Bistum ist kein Geld zu erwarten. Ortsbürgermeister Gerd Goebel (CDU) ist dennoch ebenso optimistisch wie Propst Bernd Galluschke, dass ein „Leuchtturmprojekt“ möglich wäre. Dafür ist allerdings noch viel Vorarbeit nötig, mit der jetzt eine Gruppe aus Vertretern von Kirchenvorstand und -gemeinderat, Ortsrat, Kolping und Vereinen beginnen will. Ziel ist die Erstellung eine neuen Nutzungskonzeptes, um im kommenden Jahr einen Antrag für das Dorfentwicklungsprogramm stellen zu können. Goebel sieht eine Chance, bei einer Doppelnutzung durch Kirche und Öffentlichkeit bis zu 70 Prozent Fördermittel zu bekommen.

Auch Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) ermutigt dazu, „ergebnisoffen Varianten für das Pfarrzentrum durchzusprechen“. Für die Weiterentwicklung des Gebäudes im Eigentum der Kirche seien rechtliche Voraussetzungen, ein partnerschaftliches Nutzungskonzept, Koordination und Folgekosten zu klären, um weitere kommunale Gebäude wie das Bürgerhaus in ein Gesamtkonzept einzubeziehen. Trotz der Sparvorgaben des Bistums Hildesheim, das bundesweit die meisten Kubikmeter umbauten Raumes für Pfarrhäuser hat, hält auch Galluschke ein Gemeinschaftsprojekt für realisierbar. „Der große Zusammenhalt ist die Stärke Tiftlingerodes“, meint der Propst: „Das Projekt von Kirche und Kommune hätte Vorzeigecharakter.“ Das Bistum sieht Galluschke nicht in der Pflicht, obwohl die Kirchengemeinde in den 1980er-Jahren 30 Prozent der Baukosten beigesteuert hat. Auch Glockenturm, Orgel und Kreuzwegstationen seien von der Gemeinde finanziert worden, merkt Goebel an. Das spielt heute aber keine Rolle mehr. Das Bistum muss sparen, der Investitionsstopp gilt auch für Maßnahmen, die die laufenden Kosten drücken könnten.

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