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Pferdewallfahrt auf dem Höherberg

Segen für Mensch und Tier Pferdewallfahrt auf dem Höherberg

Die eineinhalb Stunden Fahrtzeit zum Gottesdienst hat Wilhelm Lichtenberg aus Westerode gern auf sich genommen. Der Kutscher fuhr mit seinen zwei Warmblut-Stuten zur Pferdewallfahrt auf den Höherberg. 600 Kilogramm wiegt jedes der beiden Pferde und mindestens genauso viel Gewicht kann es ziehen. Da wurden die Tiere auch bei der Steigung auf den letzten Metern nicht „weiß“; sie bildeten also keinen Schaum vorm Maul.

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Gemeinsamer Gottesdienst: Im Anschluss segnet Pfarrer Matthias Kaminski die Tiere der Reihe nach mit Weihwasser.

Quelle: Schneemann

Wollbrandshausen. Auf befestigten Wegen war Lichtenberg auf den Höherberg gekommen, damit seine gestriegelten Stuten schön sauber blieben. „Auf unbefestigten Wegen geht es wieder zurück, weil das für die Tiere weniger anstrengend ist“, erklärt er.

Rund 20 Kutschen und Planwagen gab es Sonntag auf dem Höherberg zu sehen. Eichsfelder, aber auch Kutscher aus Herzberg und Gittelde (Fahrtzeit: zweieinhalb Stunden) waren angereist. Mit gespitzten Ohren, wiehernd und teilweise mit den Hufen scharrend standen die Tiere da. Einige Kutscher spannten ihre Pferde aus und ließen sie grasen.

Durch die Menschenmenge, einige 100 Pilger hatten sich eingefunden, ritten Dutzende Reiter. Viele Mädchen waren mit ihren Ponys da. Zudem nahmen zahlreiche Hundehalter mit ihren Vierbeinern am Gottesdienst teil. Einige Hunde zogen bellend an der Leine, andere lagen ergeben im Gras, manche wühlten schnüffelnd in der Erde.

Segen für Treue und Anhänglichkeit

Am Ende des Gottesdienstes besprengte Pfarrer Matthias Kaminski die Tiere der Reihe nach mit Weihwasser. Er segnete sie für ihre Treue und Anhänglichkeit und stellte sie unter den Schutz Gottes.

In der Predigt befasste sich Kaminski mit der Liebe Gottes zu den Menschen. Barmherzig sei Gott und rechne nicht, erklärte der Geistliche aus Gieboldehausen. Jeder erhalte bei Gott den gleichen Lohn, unabhängig von der Leistung. Die Gnade des Gütigen sei ein Geschenk. Manche empfänden das als Zumutung. Selbst unter Christen gebe es „Spuren des Leistungsdenkens“.

Solche Gläubigen wollten nicht akzeptieren, dass sie, die bereits lange dabei sein, am Ende das gleiche erhielten wie Menschen, die gefehlt oder gar Verbrechen begangen hätten. Solche Menschen sollten sich Gedanken über ihre religiöse Praxis machen. Gott zu dienen, sei nicht frustrierend. Es sei kein Opfer, sondern schenke Lebensfreude und fördere die Gemeinschaft, so Kaminski.

Von Michael Caspar

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