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Landvolk startet Charmeoffensive

Piktogramme sollen Interessenkonflikte entschärfen Landvolk startet Charmeoffensive

„Rücksicht macht Wege breit“ heißt es neben Piktorgrammen von einem Trecker- und einem Radfahrer, die sich im Begegnungsverkehr zuwinken. Mit weißen Markierungen auf dem Asphalt wirbt das Göttinger Kreislandvolk um ein gutes Miteinander bei der Nutzung von Wirtschaftswegen.

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Immer wieder kommt es zu unschönen Szenen, wenn Spaziergänger, Radfahrer, Skater und Jogger in der Feldflur auf landwirtschaftlichen Verkehr treffen.

Quelle: AIB

Desingerode. Die erste Markierung wurde auf dem Feldmark-Weg zwischen Desingerode und Westerode aufgebracht, weitere sollen folgen - im Vorfeld der herbstlichen Bestellarbeiten, Mais- und Rübenkampagnen. Die Schablone für die Markierung, die zur Deeskalation von Interessenkonflikten beitragen soll, stellt das Landvolk auf Anfrage zur Verfügung. Die Charmeoffensive weckt Erinnerungen an die 1971 vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat ins Leben gerufene Aktion „Hallo Partner, danke schön“, die von Peggy March und Roberto Blanco mit Schlagern beworben wurde.

Immer wieder kommt es zu unschönen Szenen, wenn Spaziergänger, Radfahrer, Skater und Jogger in der Feldflur auf landwirtschaftlichen Verkehr treffen. „Die Maschinen werden immer größer, wir brauchen die volle Wegbreite“, sagt Kreislandwirt und Desingeröder Feldmark-Vorsitzender Hubert Kellner. Seinem Appell, an die Seite zu gehen oder zu fahren, schließt sich sein Stellvertreter Frank Nolte an.

„Wir unterhalten unsere Wege mit eigenen Mitteln und stellen sie für die Öffentlichkeit zur Verfügung“, sagt Nolte und erinnert daran, dass die Wege bei aller Freude über Erholungssuchende vorrangig der Erschließung der Felder dienen: „Wenn wir aufeinander Rücksicht nehmen, klappt das reibungslos.“

„Kritisch wird es immer, wenn zwei Knallköpfe aufein-andertreffen“, meint Landvolk-Geschäftsführer Achim Hübner, der die „putzige Graffiti-Idee“ von Kollegen aus dem Werra-Meißner-Kreis „erstmalig in Niedersachsen“ aufgegriffen hat. Auch die Kommunen will er noch kontaktieren, da es gerade auf Gemeindeverbindungswegen mit saisonalem Sonntagsfahrverbot wie im Eichsfeld immer wieder zu Streit und brenzligen Situationen kommt.

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