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Plädoyer für gegenseitigen Respekt

Empfang der Sternsinger Plädoyer für gegenseitigen Respekt

„Respekt für dich, für mich, für andere“ – so verkündeten Plakate das Motto des diesjährigen Dreikönigssingen. Beim Empfang der Sternsinger im Rathaus hoben Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU), Propst Bernd Galluschke und Pastorin Christina Abel das Leitmotiv auf eine andere Ebene.

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Quelle: Richter

Duderstadt. Sie gaben ein Plädoyer der Toleranz ab – vor dem Hintergrund der sonntäglichen Demos in der Stadt. „Ich finde es toll, dass Ihr alle so bunt seid“, lobte Galluschke die Kinder. Indem er einen Satz „für die Erwachsenen“ hinzufügte, wurde offenbar, was er damit im Zusammenspiel mit den Demonstrationen des „Freundeskreises Thüringen / Niedersachsen“ und der Gegendemonstrationen meinte: „Schrecklich, gefährlich und langweilig“ wäre es, sie wären „alle braun“. Damit schloss Galluschke an das an, was Nolte zuvor angedeutet hatte mit dem, was „auch in unserer Region“ gerade los sei: die Demonstrationen des „Freundeskreises Thüringen / Niedersachsen“, die Gegendemonstrationen derjenigen nach sich ziehen, die darin ein Erstarken des rechten Spektrums sehen.

Alles, was dann folgte, bekam eine Bedeutung, die den Kindern womöglich gar nicht so klar geworden sein dürfte. „Ihr Sternsinger seid mit der Botschaft vom Respekt vor jedem Menschen eine Antwort auf Kundgebungen und Demonstrationen, die in der Gefahr sind, den Respekt vor dem einzelnen Menschen zu verlieren“, sagte Nolte, nachdem Galluschke und Abel dafür appelliert hatten, jedem Menschen gegenüber Respekt zu zollen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Meinung.

Im Anschluss an die Veranstaltung machte Nolte deutlich, dass es für ihn drei Zitate gebe, die seine Einstellung zum Thema verdeutlichten. Eines davon stamme von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): „Es kommt darauf an, dass wir uns nicht spalten lassen. Nicht in Generationen. Auch nicht sozial und in Alteingesessene und Neubürger. Es kommt darauf an, denen nicht zu folgen, die mit Kälte oder gar Hass in ihren Herzen ein Deutschsein allein für sich reklamieren und andere ausgrenzen wollen.“

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am Mittwoch, 27. Januar, biete einen „besonderen Anlass, um eindeutig zu bestimmten Positionierungen in der Stadt Stellung zu nehmen“, erklärte Nolte. Er kündigte zudem an, das Thema in die politischen Gremien einbringen zu wollen. Verwaltungsausschuss und Rat der Stadt Duderstadt tagen am Donnerstag, 28. Januar. „Dann sollten wir über die Gesamtentwicklung und eine eventuelle Positionierung der Stadt Duderstadt beraten und entscheiden.

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©Richter