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Plakatausstellung mit Biografien junger Eichsfelder mit internationalen Wurzeln

Bunte Freundschaften Plakatausstellung mit Biografien junger Eichsfelder mit internationalen Wurzeln

„Hier in Duderstadt findet Willkommenskultur als gelebte Alltagskultur statt“, lobt Bernhard Reuter. Der Landrat hat am Montag die Ausstellung „Gib Du der Stadt die Farbe“ eröffnet. Unter dem Motto „Wir mögen es bunt – Interkulturelle Freundschaften“ werden im Stadthaus Plakate gezeigt.

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Marcella gehört zu den Jugendlichen, die ihre Geschichte auf einem Plakat im Stadthaus erzählen.

Quelle: Richter

Duderstadt.  Darauf stellen sich Jugendliche vor, deren Wurzeln in aller Herren Länder liegen und die jetzt im Eichsfeld leben. Sie berichten über ihre Herkunft, ihre Familien, ihre Religion, ihre Migrationserfahrungen – und über Freundschaften zu anderen jungen Menschen. Unter ihnen Dennis, dessen Eltern aus Kasachstan kommen und der sich als Deutscher fühlt, wie er erzählt. Oder Marcella, deren Mutter aus Chile kommt, und die Freunde mit deutschen wie auch ausländischen Wurzeln hat.

„An diesem Projekt stimmt einfach alles“, lobt Reuter: Die Idee, ein wichtiges und schwieriges Thema mit Leichtigkeit anzugehen, bunt, fröhlich und mit einer Prise Humor. Aber auch Umsetzung, Zeit und Ort seien gelungen. So biete das Stadthaus einen guten Rahmen. Dort soll die Ausstellung bis zum 6. März zu sehen sein. Dazu beigetragen hätten eine ganze Reihe von Menschen in einer Arbeitsphase von mehreren Monaten, so Reuter.

Der Landrat nannte neben den Jugendlichen Isa Sandiraz, den Integrationsbeauftragten des Landkreises Göttingen, Angela Schmiel-Richter, Leiterin des Jugendamtes beim Landkreis Göttingen, Regina Steffens-Grosche, Integrationsbeauftragte der Stadt Duderstadt und Angelika Bartels-Zinn vom Jugendamt und der Präventions- und Integrationsstelle „Print“ als treibende Kräfte. Außerdem sei ein großer Teil der Arbeit, die Texte und Fotos der Jugendlichen, dank der Mithilfe dreier Praktikantinnen entstanden. Unterstützung hätten auch Gleichstellungsbeauftragte Evelyn Stellhorn und Integrationslotsin Gohar Schlender sowie die Werkstatt Mosler bei der Umsetzung der Ausstellung und einer dazugehörigen Broschüre geleistet.

„Willkommenskultur wird in Duderstadt mit allen Bürgern und im ganzen Jahreskreislauf gelebt“, sagte Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU), der die Anwesenheit Reuters als Zeichen der Relevanz des Themas deutete, das nicht erst seit der Ankunft der Flüchtlinge im Rosenthaler Hof die Menschen in der Stadt umtreibe, sondern auch in Initiativen wie dem Café Grenzenlos oder den Internationalen Gärten Niederschlag im Alltag der Duderstädter finde.

© Richter

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Vermittler zwischen den Kulturen

Der Landkreis Göttingen bildet auch in Duderstadt, Radolfshausen und Gieboldehausen Integrationslotsen aus. Die Ehrenamtlichen helfen bei der Orientierung in der neuen Heimat, kennen sich in rechtlichen Fragen und mit Bildungsangeboten aus, geben Hilfestellung auf der Suche nach Gesundheitsversorgung und informieren über die Infrastruktur vor Ort.

Unter anderem stehen sie bei der Vermittlung von Kita-Plätzen und im Umgang mit Behörden oder der Suche nach Sprachkursen zur Seite. Sie verstehen ihre Leistungen als Hilfe zur Selbsthilfe, als Vermittlung zwischen den Kulturen. Ansprechpartner zu dem Projekt ist beim Landkreis Integrationsbeauftragter Isa Sandiraz, Telefon 0551/525-562. Er stellt den Kontakt zu Integrationslotsen vor Ort her.

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