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Plattdütsche Frünne gestalten Ecklingeröder Kirmes mit

Treff der Superlative Plattdütsche Frünne gestalten Ecklingeröder Kirmes mit

Einen Abend der Superlative für Gäste und Akteure: In einem dreistündigen Programm haben Einheimische und auswärtige Aktive einen Frünne-Treff gestaltet, der laut Publikum „bislang seinesgleichen sucht“. Rund 130 Plattdütsche waren nach Ecklingerode gekommen, um die 30-jährige Kirmes mitzugestalten.

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Die Plattdütschen Frünne, hier bei der Feier zum 60-jährigen Bestehen.

Quelle: Thiele

Ecklingerode. Bürgermeister René Sieber zeigte sich sichtlich erfreut über den vollbesetzten Saal. Der Präsident der Plattdütschen Frünne, Werner Grobecker, eröffnete den Abend und ließ noch den Platzmeister – „Ohne mek chat choar nix“–  Sebastian Reimann zu Wort kommen. Stolz nannte Grobecker unter den Gästen den, wie er es nannte, „Geistlichen Beistand“: Pfarrer Bernhard Streicher, Propst a. D. Wolfgang Damm und deren Mitbruder Aloys Burghardt. Die Mahnung des Frünne-Präsidenten, wer an diesem Abend Hochdeutsch spreche, müsse einen ausgeben, entpuppte sich als  überflüssig.

Dann ging es Schlag auf Schlag. Zusammen mit Beate Nickel führte Grobecker durch ein gut dreistündiges Programm voller Stimmung, Tanz und Musik. Der Kirchenchor unter Leitung von Pfarrer Streicher eröffnete stimmungsvoll das Geschehen. Brigitte Jung berichtete von den Erlebnissen des kleinen Grenzverkehrs und Annemarie Brand erzählte die Episode „von dän Appel, dä in der Kauhschieten lach“. Es folgte die Linedance-Gruppe, die auch am späteren Abend noch mal mit ihren Aufführungen glänzte.

Monika Müller und Lydia Langenohl waren auf dem Weg zur Wallfahrt, nur wussten sie nicht so recht, an welcher Wallfahrt sie überhaupt teilnehmen wollten. Den Hinweis, wie praktikabel das Eichsfelder Platt erhalten werden könne, brachten „Anneliese und Hermann“ musikalisch zu Gehör. Über Reisen in den Westen berichtete Pfarrer Burghardt in seiner ihm trockenen humorvollen Art. Er wohne, so meinte er, im „Millionenviertel“ von Duderstadt, in dem nur Brehmer und Ecklingeröder ansässig seien.

Auch Anliegen aus dem Kreise seiner geistlichen Mitbrüder kamen zu Gehör. Rafaela Annuseit berichtete, wie Heinrich uppen Hunne kom is. Die Vielseitigkeit von „Isenkauken“ demonstrierte Rita Maulhardt, und Christa Nordmann ließ Erinnerungen an die gute alte Zeit wach werden. Weiterer Höhepunkt war eine von Elisabeth Arend moderierte Modenschau, in der Mannequins in origineller Kleidung aufmarschierten. Im unermüdlichen Einsatz war Alfred Haase, der auch in den Pausen die Gäste musikalisch in Stimmung hielt. Die Eichsfeld-Hymne „Bist du gewandert durch die Welt“ rundete den Abend ab.

red

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©Richter