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Politiker-Besuch im Duderstädter Heimatmuseum

Gutes Konzept, aber viele offene Baustellen Politiker-Besuch im Duderstädter Heimatmuseum

Um sich vor Ort ein Bild von Ausstattung und Konzepten der Duderstädter Museen zu machen, haben Mitglieder des Kreiskulturausschusses das Heimatmuseum und das Schützenmuseum in Duderstadt besucht. Sandra Kästner, Pädagogische Leiterin des Heimatmuseums in städtischer Trägerschaft, führte durch die Räume an der Oberkirche. „Wir arbeiten seit mehreren Jahren an einem neuen Museumskonzept“, erklärte sie.

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Ort der Geschichtsvermittlung: Heimatmuseum.

Quelle: Richter

Duderstadt. Dennoch gebe es Räume, in denen seit den 1980er-Jahren nur Kosmetik betrieben wurde. „Die Tafel kommt beinahe runter“, entfährt es Rainer Rohrbach (SPD) beispielsweise bereits im ersten Raum. „So etwas sehe ich sofort“, sagt der Politiker, der sich im Museumsverbund Südniedersachsen engagiert. Es soll nicht das einzige Manko sein, das die Politiker an diesem Tag kennenlernen.

Dabei gebe sich das Museumsteam im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten die größte Mühe, möglichst viele Menschen zu erreichen, versicherte Kästner. Insbesondere für Kinder werde vieles angeboten. Beispielsweise zeige die Ausstellung vieles, das auch in den Lehrplänen von Schulen vorkomme.

Neben der Dauerausstellung werden im Duderstädter Museum drei- bis viermal im Jahr Sonderausstellungen – zumeist in Zusammenarbeit mit dem Museumsverbund – gezeigt, um Gästen bei jedem Besuch etwas Neues zu bieten. Kinder, die im Rahmen von Schul- oder Kindergartenbesuchen ohne Führung freien Eintritt hätten, würden an vielen Stellen zum Mitmachen animiert, erklärte Kästner. Dafür erntete die Kunsthistorikerin und Museumspädagogin großes Lob von Sigrid Jacobi (CDU): „Sie machen Geschichte erfahrbar“, sagte sie.

Kästner erklärte, es sei möglich, Kindergeburtstage im Museum zu feiern, durch die Kooperation mit dem Kunstverein Kontura werde der Museumsgarten genutzt, und nach dem Wasserschaden an der Front des Gebäudes sei im Inneren einiges renoviert worden. Auch bringe sie „das Museum in die Schule“, indem sie in Bildungseinrichtungen referiere. Dennoch gebe es einige „Projekte“. Eines davon sei die Inventarisierung, die derzeit nach dem Zettelkastenprinzip funktioniere. Es habe zwar vor einiger Zeit eine Förderung bei Umstellung auf ein digitales System gegeben, doch zu genau dieser Zeit sei das Museum geschlossen gewesen.

Außerdem müssten Anschaffungen gemacht werden, um den Kindern die Inhalte des Museums nahezubringen. So habe sie beispielsweise einen Klassensatz Tafeln und Griffel gekauft, um im Schulraum zeigen zu können, wie Schüler früher das Schreiben erlernten. „Wir müssen einen Schlüssel finden, Mittel gerecht zu verteilen“, sagte Volkmar Kießling (Grüne). Dazu sei es eine gute Idee gewesen, sich vor Ort kundig zu machen. Jacobi schlug zudem vor, Kästner zu einer Sitzung des Kulturausschusses einzuladen, um zu berichten. Außerdem nehme sie ein Problem mit in den Schulausschuss: die Frage nach der Finanzierung von Busfahrten von Schulklassen zum Museum.

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