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Polizei ermittelt nach Böllerwürfen in Duderstadt

Gegendemo-Organisator Schwedhelm verurteilt Gewalt bei Mahnwache am Obertor Polizei ermittelt nach Böllerwürfen in Duderstadt

Die Polizei ermittelt gegen unbekannte Böllerwerfer. Während einer Demonstration des „Freundeskreises Thüringen / Niedersachen“ am Obertor in Duderstadt hatten die Gegner der „Jungen Alternativen“ am Sonntag zwei Frauen mit Feuerwerkskörpern verletzt.

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Lars Steinke von der Jungen Alternative spricht vor dem Ehrenmal in Duderstadt unter anderem von einem Werteverfall in Deutschland in den vergangenen 70 Jahren.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Wie die Polizei am Montag bestätigte, trug eine 28 Jahre alte Göttingerin dabei leichte Beinverletzungen davon. Eine 55-jährige Frau aus Bovenden habe zudem eigenen Angaben zufolge einen Tinnitus erlitten. Die Polizei habe die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung aufgenommen, so Sprecherin Jasmin Kaatz. „Aufgrund der Lautstärke der Detonationen ist nicht auszuschließen, dass es sich um sogenannte ,Polenböller´ gehandelt hat, die als Silvesterfeuerwerk in Deutschland nicht zugelassen sind“, sagte Kaatz.

Als „grundlos und konstruiert“ wies sie Vorwürfe des „Freundeskreises“ am Eingreifen der Polizei zurück. Die Demonstranten hatten auf Facebook behauptet, die Polizei habe sie nicht ausreichend schützen wollen.
Nicht nur der Polizei hatte der „Freundeskreis“ in dem Beitrag Vorwürfe gemacht. Die Organisatoren der Gegenkundgebung hätten „gewalttätige Linksextremisten“ auf den Plan gerufen. Hans Georg Schwedhelm (Bündnis 90 / Die Grünen) dementierte dies. Ziel der Gegendemo von Grünen, SPD und Wählergemeinschaft Duderstädter Bürger sei es gewesen, Krach zu machen, nicht aber, Gewalt anzuwenden. „Wir wollten demonstrieren, dass wir keinen ständigen Versammlungsort der Rechten in Südniedersachsen haben wollen“, sagte er. Die Böllerwürfe seien zu verurteilen.

Indes bestätigten sich Hinweise auf Straftaten wie das Zeigen des „Hitlergrußes“ durch Mitglieder des „Freundeskreises“ nicht. Auf Twitter waren derartige Anschuldigungen laut geworden. Einsatzkräfte hätten keine entsprechenden Beobachtungen gemacht, sagte Kaatz. Hinweise dazu wie auch zu den Böllerwürfen nehme die Polizei unter Telefon 05 51 / 4 91 21 15 entgegen.

Ein 22-jähriger Duderstädter Gegner der „Jungen Alternativen“ befinde sich wieder auf freiem Fuß, sagte Kaatz. Er soll mit mutmaßlichen Angehörigen der linken Szene versucht haben, zur Demonstration des „Freundeskreises vorzudringen. Als ein Beamter versuchte, ihn davon abzuhalten, soll er den Polizisten geschlagen haben. Daraufhin war er festgenommen worden.

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©Richter