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Polizei hebt Verbrecherbande aus

Nordhausen Polizei hebt Verbrecherbande aus

Das monatelange Treiben eines räuberischen Quartetts ist am Donnerstag beendet worden. Spezialkräfte des Landeskriminalamtes verhafteten die jungen Leute, denen eine Reihe von Raubüberfällen in Nordthüringen und Sachsen-Anhalt vorgeworfen wird. Die Beamten ermitteln auch wegen versuchten Totschlags.

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In Nordhausen haben die Beamten der Polizei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt.

Quelle: r

Nordhausen. Mit Haftbefehlen und Durchsuchungsbeschlüssen nahmen die Polizisten die drei jungen Münner im Alter von 20 bis 27 Jahren und eine 20-jährige Frau in ihren Wohnungen in Nordhausen, Bleicherode, Wipperdorf und Sondershausen fest. Neben ihren Wohnungen und Autos wurden auch eine Firma, Arbeitsstellen und eine angemietete Garage durchsucht. Die Beamten stellten umfangreiche Beweismittel sicher: Schreckschusspistolen und eine Maskete, Masken, Sturmhauben, eine Geldkassette, Bargeld, Zigaretten, Handys, Laptops und diverse Werkzeuge. Außerdem wurden Drogen und dazugehörige Utensilien gefunden.

Die mutmaßlichen Täter, die in den nächsten Tagen einen weiteren Überfall geplant hätten, seien bei ihren Taten sehr skrupellos vorgangen, teilt die Polizei mit. So sollen sie im Oktober 2015 einen 24-Jährigen in Sondershausen aus seiner Wohnung geholt, in ein Waldstück geschleppt, ihm Geld, Handy und Bekleidung abgenommen und ihn brutal zusammengeschlagen haben. Drei Überfälle auf Pizza-Boten in Nordhausen, Bleicherode und Sondershausen gehen laut Polizei ebenso auf das Konto des Quartetts wie der Überfall auf eine Taxifahrerin am vergangenen Sonntag in Uthleben. Die Täter sollen Tankstellen in Nordhausen und Elbingerode sowie einen Tag nach Weihnachten auf offener Straße einen 56-Jährigen in Nordhausen überfallen und ausgeraubt haben. Auch der Überfall auf einen 58-jährigen Supermarkt-Mitarbeiter Anfang Februar in Bleicherode, der Tageseinahmen zum Nachtresor einer Bank bringen wollte, konnte aufgeklärt werden, teilt die Polizei mit. Von dem Erlös aus ihren Raubzügen hätten die Beschuldigten ihren Lebensunterhalt bestritten, Partys veranstaltet und ihren Drogenkonsum finanziert. 

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